| 01.10.2021, 11:27 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Evonik will den Standort Lülsdorf mittelfristig in neue Hände geben. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, sollen bis Frühjahr 2022 die weiteren Maßnahmen dazu ausgearbeitet werden. Angestrebt wird die Abgabe des gesamten Standorts an einen neuen Eigentümer, es sind aber auch Verkäufe von Teilgeschäften an verschiedene Interessenten denkbar. Vor dem Hintergrund des regulatorisch verordneten Auslaufens der Alkoholate-Produktion in Lülsdorf hat sich der Konzern zu diesem Schritt entschlossen, um den Beschäftigten frühzeitig Perspektiven zu schaffen. Alkoholate werden in der Produktion von Biodiesel oder perspektivisch beim chemischen Recycling von PET benötigt. Evonik stellt sie auch an Standorten in Argentinien (Rosario) und den USA (Mobile) her. In den bisherigen Marktsondierungen haben bereits verschiedene potenzielle Investoren Interesse an dem Chemie-Standort bekundet. „Lülsdorf hat sich über Jahrzehnte als starker Standort für Basischemikalien bewiesen“, sagt Vorstandschef Christian Kullmann. „Mit unserem Fokus auf margenstarke Spezialchemikalien ist eine Weiterentwicklung für uns jedoch nicht mehr möglich. Daher haben wir die Suche aufgenommen nach neuen Eigentümern, die dem Standort den besten Pfad in die Zukunft ebnen. Das Potenzial von Lülsdorf als Standort für Chemieproduktion ist vielfältig.“ An dem südlich von Köln gelegenen Standort stellt Evonik mit knapp 600 Beschäftigten im Wesentlichen Alkoholate, Kaliumderivate und – im Verbund mit Anlagen im benachbarten Wesseling - Cyanurchloride her. Der Standort steht mit seinen Geschäften für einen jährlichen Umsatz von etwa 280 Millionen Euro. Durch die Lage im Zentrum der westeuropäischen Chemieindustrie, die hervorragende logistische Anbindung und die zuverlässige Rohstoffversorgung soll er sich besonders zur Herstellung großvolumiger Vor- und Zwischenprodukte eignen. Die Geschäfte am Standort Lülsdorf gehören zur Business Line Functional Solutions, die Teil der Division Performance Materials ist. Nach der geplanten Abgabe des Geschäfts mit Superabsorbern ist die Abgabe des Standorts in andere Hände der nächste konsequente Schritt in der Ausrichtung des Evonik-Portfolios auf Spezialchemie. Hintergrund zur Alkoholate-Produktion Lülsdorf verfügt über eine mehr als 100-jährige Tradition als Chemie-Standort. Evonik produziert dort unter anderem Alkoholate, die mittels einer Amalgam-Elektrolyse hergestellt werden. Der Betrieb dieser Elektrolyse wird durch Auflagen der Europäischen Union ab dem Jahresende 2027 unmöglich. Das entsprechende Regulierungsverfahren ist formal noch nicht abgeschlossen, mit Änderungen ist aber im weiteren Verlauf nicht zu rechnen. Weitere Informationen: www.evonik.de |
Evonik Industries AG, Essen
» insgesamt 358 News über "Evonik" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Mocom: Dirk Sadowski übernimmt CEO-Position
Moretto: Neue Systeme für Materialförderung, Trocknung und Prozessüberwachung
Arburg: Mikro-Spritzgießen filigraner 0,002-Gramm-Bauteile
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Albis: Fokus auf Materialauswahl, Regulierung und PFAS-freie Werkstoffoptionen
Meist gelesen, 10 Tage
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
Krallmann: Übernahme der insolventen KLT Hummel Plastic
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Arburg: Mikro-Spritzgießen filigraner 0,002-Gramm-Bauteile
Lotte Chemical: Übernahme der Engro Polymer & Chemicals
Krall Kunststoff-Recycling: Louis Krall ist weiterer Geschäftsführer
Meist gelesen, 30 Tage
Billion: Strategische Partnerschaft mit Engel – Fokus künftig auf Service statt Neumaschinengeschäft
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
KraussMaffei Extrusion: Xinting Ren übernimmt Geschäftsführung
Krallmann: Übernahme der insolventen KLT Hummel Plastic
WIS Kunststoffe: Daniel Römhild ist neuer Geschäftsführer – Feier zum 35-jährigen Bestehen
Schütz: Mehrheitsbeteiligung an Repack erweitert Rekonditionierungsnetzwerk in Italien
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Haitian: Produktionsstandort in Serbien stärkt Fertigung für Europa und die MEA-Region
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Kunststoffchemie für Ingenieure
|