| 23.03.2022, 09:48 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die börsennotierte Semperit-Gruppe meldet für das Geschäftsjahr 2021 ein Rekordergebnis. Ungeachtet des bereits im Vorjahr schwierigen Umfelds konnte die Gruppe 2021 demnach auf Konzernebene eine Umsatzsteigerung von 27,4 Prozent auf 1.182,2 Mio. Euro erzielen. Dieser Rekordwert wurde durch deutliche Umsatzzuwächse in beiden Sektoren erreicht: Der Sektor Industrie erzielte ein Wachstum von 16,2 Prozent auf 556,1 Mio. Euro; beim Sektor Medizin schlugen plus 39,4 Prozent auf 626,1 Mio. Euro zu Buche. Der Umsatzanstieg im Sektor Industrie war insbesondere durch höhere Absatzmengen in den Segmenten Semperflex (+20,4 Prozent) und Semperseal (+23,7 Prozent) getrieben, die den Rückgang der Absatzmengen im Segment Sempertrans in Summe mehr als kompensierten. Hingegen waren die Absatzmengen im Sektor Medizin aufgrund der beschränkten Verfügbarkeit von Containern rückläufig (−25,7 Prozent bei Untersuchungs- und Schutzhandschuhen); zudem war die Produktion in Malaysia aufgrund regulatorischer Vorgaben durch die Enhanced Movement Control Order (EMCO) im Sommer 2021 vorübergehend eingeschränkt. Die nach wie vor signifikant höheren Verkaufspreise für Untersuchungshandschuhe konnten diese Effekte jedoch mehr als aufwiegen. Ausgezeichnetes operatives Ergebnis Die kräftigen Umsatzzuwächse führten auch zu einer spürbaren Verbesserung im operativen Ergebnis. Das EBITDA konnte demnach von 208,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2020 auf 361,8 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2021 um 73,5 Prozent verbessert werden. Die EBITDA-Marge lag bei 30,6 Prozent (Geschäftsjahr 2020: 22,5 Prozent). Auch das Konzern-EBIT stieg auf 315,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2021 nach 237,8 Mio. Euro im Jahr davor. Gegenüber dem um die Wertaufholung im Segment Sempermed und die Wertminderung im Segment Sempertrans bereinigten EBIT im Geschäftsjahr 2020 (171,4 Mio. Euro) konnte das EBIT im Geschäftsjahr 2021 um signifikante 83,8 Prozent gesteigert werden. Die EBIT-Marge der Semperit-Gruppe stieg von 25,6 Prozent (bereinigt 18,5 Prozent) im Geschäftsjahr 2020 auf aktuell 26,6 Prozent. Die zahlungswirksamen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen im Geschäftsjahr 2021 mit 47,9 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau von 26,4 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2021 betrug der Free Cashflow insgesamt 241,2 Mio. Euro gegenüber 176,2 Mio. Euro im Vorjahr. Angesichts des erfolgreichen Geschäftsjahrs 2021 wird der Vorstand der Semperit-Gruppe der Hauptversammlung eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie vorschlagen. In Summe gelangen damit 30,9 Mio. Euro zur Ausschüttung. Bei einem Aktienkurs von 29,30 Euro per Jahresende 2021 errechnet sich eine Dividendenrendite von 5,1 Prozent (2020: 6,2 Prozent). Ausblick Vor dem Hintergrund eines erwartungsgemäß abklingenden Verlaufs der Corona-Pandemie mit fallenden durchschnittlichen Verkaufspreisen für Medizinprodukte und drohenden Materialengpässen, Lieferkettenproblemen und starken Steigerungen der Inputfaktorpreise in der Industrieproduktion erwartet das Management erneut ein Jahr, das von großen Herausforderungen für den Transformationsprozess der Semperit-Gruppe geprägt sein wird. Insbesondere aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts und der damit im Zusammenhang stehenden Sanktionsmaßnahmen und Unwägbarkeiten für die industrielle Produktion erwartet das Management der Semperit-Gruppe, dass das Jahresergebnis 2022, gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before Interest, Tax, Depreciation and Amortisation, EBITDA) voraussichtlich wesentlich unter den durchschnittlichen Markterwartungen (Anfang März bei 100-120 Mio. Euro) liegen wird. Die genauen finanziellen Auswirkungen auf das erwartete Jahresergebnis der Semperit-Gruppe seien zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2021 noch nicht abschätzbar. Weitere Informationen: www.semperitgroup.com |
Semperit AG Holding, Wien, Österreich
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