| 05.10.2007 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Sektor durch KMU vertreten / "Plastic Valley" soll Exportwerte steigern Die Entwicklung der Kunststoffindustrie in Saudi-Arabien ist verknüpft mit den Bemühungen des Landes, seine Wirtschaft zu diversifizieren. Ein erstes Unternehmen wurde 1956 gegründet; inzwischen hat sich der Sektor schnell weiterentwickelt und an Vielseitigkeit gewonnen. Das Königreich produziert und exportiert eine Vielzahl an Kunststoffharzen, Rohren, Fußbodenbelägen, Folien, Sanitärkeramiken sowie medizinische und pharmazeutische Kunststofferzeugnisse. (Kontaktanschriften) Eine nennenswerte Industrie besteht seit der Gründung von SABIC (Saudi Basic Industries Corp.) im Jahr 1976. Die saudische Regierung verfügt über 70% der Firmenanteile, die verbleibenden 30% gehören Privatinvestoren und anderen Ländern des Golfkooperationsrates. Inzwischen zählt SABIC zu den zehn größten Petrochemieunternehmen und produziert unter anderem Polyethylen, Polypropylen, Polymere und Kunststoffharze. Die heimische Produktion befindet sich in einer kontinuierlichen Wachstumsphase und ist in der Lage, den nationalen Verbrauch abzudecken. Die Zahl der reinen Kunststoffverarbeiter wird auf etwa 650 geschätzt, die ein breites Spektrum abdecken. In der gesamten Chemiebranche gab es 2004 rund 800 Firmen mit 80.861 Beschäftigten. Hauptkunden im Baugewerbe und in der Landwirtschaft Schwerpunkte sind Erzeugnisse für die Bauwirtschaft, Landwirtschaft, Haushaltswaren sowie Produkte für den Export. Verpackungen beherrschten mit etwa der Hälfte der Absatzmenge die Nachfrage, gefolgt von Produkten für den Bau und Kunststofffasern. Die Landwirtschaft (Folien, Bewässerungssysteme) fragt etwa ein Sechstel des Gesamtabsatzes nach. Der Verpackungsmarkt unterteilte sich bislang dem Volumen nach auf Filme (46%), Flaschen und Behältnisse (25%), Spritzgussprodukte (17%), ungewobene Polypropylensäcke (10%) sowie Schäume (2%). Der Markt für Bauerzeugnisse wird von Kunststoffrohren beherrscht. Filme und Schäume (EPS, XPS, PS) stellen den Rest. Aus der Landwirtschaft kommt vor allem eine Nachfrage nach Rohren für die Bewässerung sowie Folien für Gewächshäuser und andere Anwendungen. Die mengenmäßige Nachfrage nach synthetischen Fasern teilt sich zu 70% auf Polypropylen und zu 30% auf Polyester auf. Ziel: 15% des Weltmarktanteils Für die Zukunft hat sich Saudi-Arabien ehrgeizige Ziele gesteckt: Bis 2020 möchte das Königreich seinen Weltmarktanteil in der Kunststoffbranche auf rund 15% erhöhen (2007: 1%). SABIC hat bereits einen Schritt zu mehr Expansion getan: Im Mai 2007 kaufte der Petrochemieriese für 11,6 Mrd. US$ die Kunststoffsparte von General Electrics. Damit möchte sich das Unternehmen neben der Herstellung von Petrochemikalien, in den Bereichen Verarbeitung und Produktion von Kunststofferzeugnissen etablieren. Der Fokus auf Downstream-Aktivitäten hat zudem positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, da aufgrund benötigter Fachkräfte mehr Arbeitsplätze geschaffen werden können. Messen: • SAUDI PLAS: http://www.recexpo.com • SaudiPack/SaudiPrint - Internaional Packaging Machinery & Materials and Pre-Press & Printing Technology Exhibition in Riad: http://www.recexpo.com • Saudi International Machinery, Tools, Material Handling, Equipment and Parts Exhibition in Dhahran: http://www.dhahran-expo.com Kontaktanschriften: Saudi Basic Industries Corporation (SABIC) P.O. Box 5101, Riyadh 11422 Tel.: 00966 1/225 80 00, Fax: -225 90 00 Saudi Arabian General Investment Authority (SAGIA) P.O. Box 5927, Riyadh 11432 Tel: 00966 1/448 45 33; Fax: -448 12 34 http://www.sagia.gov.sa Bild-Quelle: Mission économique Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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