| 06.09.2022, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() ![]() Eine innovative Trennanlage, mit der der Anteil des Downcyclings bei Verpackungsfolien aus Mehrschichtmaterialien verringert wird, stellt Pla.to Technology auf der K 2022 vor. Im Bild der Trennapparat, den das Unternehmen an die zu verarbeitenden Materialien angepasst und auf hohe Foliendurchsätze optimiert hat - (Bilder: Pla.to Technology). Es zeichnet sich den weiteren Anbieterangaben zufolge durch eine hohe Trennschärfe und große Volumendurchsätze aus, weshalb auch das Recycling von Folien mit niedrigen Schüttgewichten wirtschaftlich sei. Die Anlage sei serientauglich und basiert auf einer einfachen sowie ressourcenschonenden Technologie. Sie soll ohne aufwendige NIR-Sortiertechnik und den Einsatz von Wasser auskommen. Momentan sollen zwei Anlagen errichtet werden. Pla.to Technology präsentiert sein neu entwickeltes Trennverfahren auf der K 2022. Dort zeigt das Unternehmen auch seine vor Kurzem vorgestellte erste industrielle Lösung für Bottle-to-Bottle-Recycling von Kosmetikflaschen aus High Density Polyethylene (HDPE). Kooperation mit der Hochschule Zittau-Görlitz Entwickelt hat der Recyclingspezialist Pla.to das Trennverfahren im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts mit dem Zittauer Institut für Verfahrensentwicklung, Kreislaufwirtschaft, Oberflächentechnik und Naturstoffforschung („Zirkon“) der Hochschule Zittau-Görlitz. ![]() Die Fraktionen nach der Windsichtung: Recyclebares Polyethylen (oben) und Materialmischung mit Mehrschichtfolien (unten). Der Prozess basiert auf zwei Stufen: Im ersten Schritt werden durch ein neues Konditionierungsverfahren die aerodynamischen Eigenschaften der Ein- und Mehrschichtfolien in unterschiedlichem Maße geändert. Dadurch können die Materialien im zweiten Schritt im Windsichter klassiert werden. Um diese Trennung zu ermöglichen, hat Pla.to den Trennapparat an die zu verarbeitenden Materialien angepasst und auf geringe Schüttdichten optimiert. ![]() Der Stoffkreis von Folie zu Folie: Folienextrusion mit Granulat, das mit Hilfe der neuen Pla.to-Trennanlage aus recycelten Mehrschichtfolien (Fraktion 310) gewonnen wurde. Erprobt wurde das Verfahren unter anderem an realen Materialmischungen wie der Folienfraktion 310 des Grünen Punktes aus dem Post-Consumer-Bereich. Das so zurückgewonnene Polyethylen (PE) konnte nicht nur zu einem wiederverwendbaren Granulat verarbeitet, sondern auch erfolgreich zum Blasen neuer Folien genutzt werden. Effizientes Recycling von Folienmischungen Bei Lebensmittel-Verpackungen sind Kunststofffolien immer noch dominierend. Sie halten den Inhalt frisch und schützen das Aroma und das Aussehen vor Umwelteinflüssen. Zum Einsatz kommen dafür Hochleistungsverbunde aus mehreren Folienschichten, die miteinander verklebt werden. Dadurch vereinen sie bei geringem Materialeinsatz unterschiedliche Schutzeigenschaften. Gerade diese Mehrschichtfolien sind hinsichtlich der Recyclingfähigkeit jedoch problematisch, dennoch ist ihr Marktanteil in der Vergangenheit gestiegen. Im Gegensatz zu einschichtigen Materialien wie Folien aus Polyolefinen, beispielsweise Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP), können sie nicht einfach eingeschmolzen und wiederverwertet werden, da die unterschiedlichen Polymere in der Regel nicht mischbar sind. Daher findet meistens ein Downcycling statt, das für Verwertungsbetriebe eine nur geringe Wertschöpfung ermöglicht. K 2022, 19.-26. Oktober 2022, Düsseldorf, Halle 9, Stand D17 Weitere Informationen: www.plato-technology.de |
Pla.to GmbH, Görlitz
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