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27.10.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten    

SKZ: Zweites "Create"-Symposium stellt Marktzugang und in­dus­tri­elle Anwendungen biobasierter Kunststoffe in den Mittelpunkt

Am 19. November 2026 lädt das "Create"-Netzwerk zum zweiten Symposium ans SKZ in Würzburg ein - (Bild: SKZ).
Am 19. November 2026 lädt das "Create"-Netzwerk zum zweiten Symposium ans SKZ in Würzburg ein - (Bild: SKZ).
Das Kunststoff-Zentrum SKZ veranstaltet am 19. November 2026 in Würzburg das zweite Symposium des Innovationsnetzwerks "Create". Im Mittelpunkt stehen die wirtschaftliche Nutzung biobasierter Kunststoffe, Herausforderungen bei der Markteinführung sowie regulatorische und technische Rahmenbedingungen. Das im Februar 2025 gestartete Netzwerk umfasst mittlerweile 85 Mitglieder aus Industrie, Forschung und Verbänden.

Nach der Auftaktveranstaltung im November 2025 mit mehr als 100 Teilnehmenden konzentriert sich das diesjährige Symposium verstärkt auf die industrielle Umsetzung und Kommerzialisierung biobasierter Materialien. Fachvorträge von European Bioplastics, dem nova-Institut und der Fraunhofer-Gesellschaft behandeln die Entwicklung des europäischen und internationalen Biokunststoffmarktes, wirtschaftliche und regulatorische Markteintrittsbarrieren sowie Anwendungsmöglichkeiten von Polybutylensuccinat (PBS).

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Werkstoffentwicklung, Anwendungen und Recycling
Eine Pitch-Session mit jeweils fünfminütigen Beiträgen stellt konkrete Entwicklungen aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen vor. Thematisiert werden unter anderem bereits kommerziell verfügbare PBS-Anwendungen, der Einsatz von Laub als biogener Füllstoff in Kunststoffcompounds und die Verwendung von Baumharz in stärkebasierten Formulierungen.

Weitere Beiträge beschäftigen sich mit biobasierten Verfahren zur Einfärbung von Kunststoffen, den Anforderungen an die Sortierung biobasierter Materialien im Recycling sowie der Akzeptanz entsprechender Kunststofflösungen in der Landwirtschaft.

Die Veranstaltung berücksichtigt damit verschiedene Bereiche der Wertschöpfungskette, von der Rohstoffbereitstellung und Werkstoffentwicklung über die Verarbeitung bis zur Kreislaufführung. Neben der technischen Leistungsfähigkeit und der ökologischen Bewertung werden insbesondere Wirtschaftlichkeit, regulatorische Anforderungen und die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten als Faktoren für die Markteinführung betrachtet.

Workshops zu Markteintritt, Regulierung und Reststoffnutzung
Am Nachmittag vertiefen drei parallele Workshops die wirtschaftlichen und technischen Voraussetzungen für den industriellen Einsatz biobasierter Kunststoffe. Thematische Schwerpunkte sind Strategien für den Marktzugang, bestehende regulatorische Rahmenbedingungen sowie die stoffliche Nutzung industrieller Rest- und Nebenströme.

An den Workshops beteiligen sich Fachleute von C.A.R.M.E.N., dem Chemie-Cluster Bayern und dem Innovationscluster "abonocare". Praxisbeiträge kommen unter anderem von BASF, Rowasol und Mercer Rosenthal. Im Mittelpunkt stehen die Bewertung bestehender Markthindernisse und mögliche Ansätze zur industriellen Verwertung biogener Rohstoffe.

Eine begleitende Ausstellung ergänzt das Vortrags- und Workshopprogramm um Werkstoffbeispiele, Anwendungen und technische Entwicklungen.

Netzwerkentwicklung und öffentliche Förderung
Das Innovationscluster "Create" beschäftigt sich mit der Integration nachwachsender Rohstoffe in die Wertschöpfungsketten der Kunststoffindustrie. Seit dem Projektstart im Februar 2025 wurden in mehreren Fachforen unter anderem Anwendungen von Biokunststoffen in der Medizintechnik, Barrierebeschichtungen, Polyethylenfuranoat (PEF) und die gezielte biologische Abbaubarkeit von Kunststoffprodukten behandelt.

Parallel entwickelt das Netzwerk digitale Informations- und Bewertungsangebote. Dazu gehören eine bereits verfügbare Technologieplattform, ein geplantes Impact-Assessment-Tool zur Bewertung des Einsatzes biogener Rohstoffe, Bildungsangebote und die Dokumentation von Ergebnissen aus den Fachforen.

Das Netzwerk wird vom SKZ geleitet und durch C.A.R.M.E.N., den Chemie-Cluster Bayern und den Umweltcluster Bayern unterstützt. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Programms "Industrielle Bioökonomie" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Die Projektlaufzeit reicht vom 1. Februar 2025 bis zum 31. Januar 2028.

Das zweite "Create"-Symposium findet am 19. November 2026 am SKZ in Würzburg-Lengfeld statt.

Weitere Informationen: www.create-cluster.de, www.skz.de

SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg

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