| 08.09.2023, 10:14 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Mit einer Summe von vier Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Umsetzungsphase des Verbundprojektes „pool-in-loop“ an der Hochschule Merseburg. In einem bundesweiten Wettbewerb zu Kunststoffrecyclingtechnologien hat ein Konsortium aus zwölf Partnern, unter Leitung von Prof. Dr. Mathias Seitz, den Zuschlag erhalten und kann damit die auf fünf Jahre angelegte Umsetzungsphase realisieren. „pool-in-loop“ ist ein Verfahren zum chemischen Recycling von Kunststoffabfällen. Ziel ist es, polyolefinreiche Kunststoffabfälle (pool) im Wertstoffkreislauf (in-loop) zu halten, die derzeit noch verbrannt werden müssen. Der Fokus von „pool-in-loop“ liegt auf dem Recycling von Kunststoffabfällen, die für das mechanische Recycling nicht geeignet sind. Es sollen Kunststoffabfälle recycelt werden, deren Verunreinigungen zu groß sind, da sie aus schlecht sortierbaren und verunreinigten Komponenten bestehen. Mithilfe von Katalysatoren sollen Chemikalien erzeugt werden, die zur Herstellung neuer Kunststoffe dienen. Dadurch sollen im Vergleich zu anderen Verfahren des chemischen Recyclings Störstoffe leichter ausgeschleust und energetisch aufwändige Aufbereitungsschritte vermieden werden können. Im gesamten Prozess der Umsetzungsphase wird das Team der Hochschule Merseburg von Wirtschaftspartnern der Abfallaufbereitung- und entsorgung, der Rohstoffcharakterisierung, der chemischen Industrie und der Ökobilanzierung unterstützt. Die finanzielle Förderung des Bundesministeriums macht deutlich, dass sich das Forscherteam des Fachbereiches Ingenieur- und Naturwissenschaften der Hochschule Merseburg deutschlandweit mit einem der besten Konzepte im Ausschreibungswettbewerb durchgesetzt hat. Geplant sind jetzt u.a. der Aufbau einer Technikumsanlage, die Weiterentwicklung von Katalysatoren und die Charakterisierung und Identifizierung von Abfällen als Einsatzstoff. Weitere Informationen: www.hs-merseburg.de |
Hochschule Merseburg, Merseburg
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