| 08.03.2024, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die staatliche Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) hat die Übernahme des von der Mubadala Investment Company gehaltenen 24,9 Prozent-Anteils am österreichischen Öl- und Petrochemiekonzern OMV abgeschlossen. Darüber informierte Adnoc Ende Februar in einer Pressemitteilung. Die beteiligten Seiten hatten sich bereits im Januar vergangenen Jahres auf den Deal geeinigt (siehe auch plasticker-News vom 11.01.2023). Zum finanziellen Volumen und weiteren Einzelheiten dieser Transaktion liegen allerdings keine Angaben vor. Im Ergebnis ist ADNOC nun der zweitgrößte OMV-Aktionär nach der staatlichen österreichischen Beteiligungsgesellschaft ÖBAG, die 31,5 Prozent der Anteile hält. Der Großteil der übrigen OMV-Anteile befindet sich in Streubesitz. Durch die Übernahme stärkt Adnoc zugleich seinen Einfluss beim Kunststoffhersteller Borealis, an dem das Unternehmen bereits mit 25 Prozent beteiligt ist und dessen übrige Anteile von der OMV gehalten werden. Seit Längerem kooperiert ADNOC zudem mit Borealis im Rahmen des Joint Ventures Borouge, das in Abu Dhabi mehrere Anlagen zur Produktion von Polyolefinen betreibt und weitere Kapazitäten entwickelt. Adnoc-Manager Khaled Salmeen erklärte in der aktuellen Aussendung: "Adnoc ist stolz darauf, Aktionär der OMV zu werden, die als führendes internationales Energie- und Chemieunternehmen unser langjähriger strategischer Partner ist. Gemeinsam haben wir durch unser Joint Venture Borouge einen bedeutenden Wert geschaffen, und die heutige Investition wird weiteren Wert und zukünftige Wachstumsmöglichkeiten für beide Unternehmen freisetzen. Aufbauend auf unserer 25 Prozent-Beteiligung an Borealis stellt diese Transaktion den nächsten Schritt dar, mit dem wir unsere ehrgeizige Wachstumsstrategie im Bereich Chemie beschleunigen und bedeutende Wachstums- und Wertschöpfungsmöglichkeiten für Adnoc, OMV und ihre Aktionäre erschließen." Laut österreichischen Medienberichten planen Adnoc und OMV nun die Bündelung ihres Petrochemiegeschäfts durch eine Fusion von Borealis und Borouge. Während die OMV bei Borealis das Sagen hat, kontrolliert Adnoc mit 54 Prozent die Mehrheitsanteile an Borouge, an der Borealis wiederum mit 36 Prozent beteiligt ist. Entsprechende Verhandlungen laufen bereits seit Längerem. Ziel soll eine gleichberechtigte Partnerschaft sein. Berater der Araber ist dabei den Meldungen zufolge der ehemalige OMV-Chef Rainer Seele. Durch eine Fusion entstünde ein internationaler Petrochemiekonzern mit einem Jahresumsatz von mehr als 20 Mrd. USD. Weitere Informationen: |
Adnoc, Vereinigte Arabische Emirate
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