| 12.07.2024, 13:51 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die wirtschaftliche Lage der Kunststoffverpackungsindustrie in Deutschland hat sich im dritten Quartal 2024 leicht verbessert, trotz weiterhin bestehender Herausforderungen. Dies geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. hervor, an der 102 Mitgliedsunternehmen teilgenommen haben. Die anhaltende Nachfrageschwäche belastet demnach weiterhin die Umsatzerwartungen: Während 30 Prozent der Unternehmen mit Umsatzrückgängen rechnen, erwarten nur 14 Prozent Steigerungen. Dennoch sei eine positive Tendenz erkennbar: 44 Prozent der Befragten bewerten ihre wirtschaftliche Lage als befriedigend – ein Anstieg um fünf Prozentpunkte. Gleichzeitig sank der Anteil der Unternehmen mit negativer Einschätzung von 60 auf 55 Prozent. Bemerkenswert sei die Situation am Arbeitsmarkt: 80 Prozent der Unternehmen gehen von einem gleichbleibenden Beschäftigungsniveau aus. Die Exportlage zeige eine leichte Verbesserung: 13 Prozent der Unternehmen erwarten steigende Exporte, während nur noch 24 Prozent (zuvor 29 Prozent) von einer sinkenden Auslandsnachfrage ausgehen. Die Ertragslage bleibt laut IK angespannt, verbessert sich aber leicht, da der Anteil der Unternehmen, die einen Ertragsrückgang erwarten, um acht Prozentpunkte auf 49 Prozent gesunken ist. Eine jüngste aktuelle IK-Umfrage zu den Auswirkungen sich verändernder europäischer Produktionskapazitäten zeigt, dass die Rohstoffverfügbarkeit aktuell von 59 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen als „gut“ und von 17 Prozent sogar als „sehr gut“ bewertet wird. Allerdings befürchten Mitgliedsunternehmen zukünftig Engpässe insbesondere bei den Kunststoffen PP (47 Prozent), HDPE (33 Prozent) und LDPE (30 Prozent). Mit Ausblick auf Q3 wird die Rohstoffverfügbarkeit von 83 Prozent der Unternehmen als gleichbleibend eingestuft. Nur noch neun Prozent der Unternehmen erwarten eine schlechtere Rohstoffverfügbarkeit – dies entspricht einem Rückgang von 15 Prozentpunkten. Eine Erklärung der derzeit positiven Lage der Rohstoffverfügbarkeit sieht der IK u.a. in der anhaltenden Nachfrageschwäche. Zudem hätten angesichts der eingeschränkten Kapazitäten von Cracker-Anlagen in Europa viele IK- Mitgliedsunternehmen ihre Strategien zur Rohstoffbeschaffung neu ausgerichtet bzw. angepasst. Demnach setzten bereits 62 Prozent der Unternehmen auf eine diversifizierte Lieferantenbasis, insbesondere mit Fokus auf das europäische Ausland. Darüber hinaus setzen 50 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen auf Investitionen in das Recycling und den verstärkten Einsatz von Rezyklaten. "Unsere Umfrage zeigt, dass die Branche trotz der wirtschaftspolitischen Herausforderungen Wege zur Anpassung findet", erklärt Dr. Martin Engelmann, Hauptgeschäftsführer der IK. "Die Unternehmen haben Maßnahmen ergriffen, um Risiken zu minimieren und damit die Versorgungssicherheit zu fördern." Weitere Informationen: kunststoffverpackungen.de |
IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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