| 22.01.2026, 10:48 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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![]() Erstmals in Indien: Die Zwei-Platten-Spritzgießlösung von Electronica verspricht hohe Effizienz, kurze Zykluszeiten und zuverlässige Präzision für eine wirtschaftliche Produktion - (Bilder: Engel). Zwei-Platten-Spritzgießmaschine von Electronica mit Indien-Premiere Eine zentrale Neuheit ist die Zwei-Platten-Spritzgießmaschine von Electronica mit 6.500 kN Schließkraft, die erstmals auf der Plastindia vorgestellt wird. Die Maschine wird in Indien gefertigt und ist speziell auf die Anforderungen lokaler Verarbeiter ausgelegt. Gezeigt wird eine Anwendung aus dem technischen Spritzguss, bei der die Kombination aus hoher Energieeffizienz, kurzen Zykluszeiten und reproduzierbarer Prozessführung im Vordergrund steht. Auch bei großen Schussgewichten ermöglicht die Maschine laut Engel eine stabile Produktion. Unterstützt wird dies durch das Assistenzsystem iQ weight control, das Materialschwankungen in Echtzeit kompensieren und so eine gleichbleibende Bauteilqualität sicherstellen soll. Nach Herstellerangaben lässt sich der Ausschuss dadurch deutlich reduzieren. Der großzügige Werkzeugraum, die robuste Auslegung und vergleichsweise kurze Lieferzeiten adressieren die Anforderungen eines kosten- und wettbewerbsintensiven Marktes. Vollelektrische Spritzgießmaschine für Verpackung und Medizintechnik Als weitere Neuheit stellt Electronica eine vollelektrische Spritzgießmaschine mit 1.000 kN Schließkraft vor, die ebenfalls speziell für den indischen Markt entwickelt wurde. Die Maschine arbeitet ohne Hydrauliköl und ist damit besonders für Anwendungen mit hohen Hygieneanforderungen geeignet. Auf der Messe wird die Herstellung von Verschlusskappen für Zahnpastatuben demonstriert. Die vollelektrische Antriebstechnik ermöglicht präzise und reproduzierbare Bewegungen bei gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch und reduziertem Wartungsaufwand. Damit richtet sich die Lösung vor allem an Hersteller in der Verpackungs- und Medizintechnik, die Prozessstabilität und Betriebskosten gleichermaßen im Blick haben. Holmloses Maschinenkonzept für die Medizintechnik Im Bereich Medizintechnik zeigt Engel eine kompakte Fertigungszelle auf Basis der holmlosen victory 50 mit 500 kN Schließkraft. Das holmlose Schließsystem erlaubt den Einsatz vergleichsweise großer Werkzeuge auf Maschinen mit geringerer Schließkraft, da häufig die Werkzeugabmessungen und nicht die erforderliche Schließkraft die Maschinengröße bestimmen. Dies kann Investitionskosten und Platzbedarf reduzieren – ein relevanter Faktor insbesondere in Reinraumumgebungen. Die gleichmäßige Kraftverteilung über die gesamte Werkzeugaufspannfläche wird durch die Force-Divider-Technologie von Engel sichergestellt. Auf der Messe werden in einem Vierfach-Werkzeug HDPE-Gel-Applikator-Tuben mit einem Teilegewicht von 1,9 Gramm gefertigt. Die Zykluszeit beträgt elf Sekunden. Die Anwendung soll die Kombination aus Präzision, Prozessstabilität und hoher Ausbringung auf begrenzter Stellfläche verdeutlichen. Hochgeschwindigkeitsanwendungen für Verpackung und Haushaltswaren Für die Segmente Verpackung und Haushaltswaren zeigt Electronica eine Anwendung auf der Ventura 150. Produziert wird eine PP-Box mit einem Schussgewicht von 95 Gramm. Die Maschine steht exemplarisch für die Ventura-Baureihe, die auf hohe Zyklusgeschwindigkeiten, robuste Mechanik und vergleichsweise niedrige Investitionskosten ausgelegt ist. Das Maschinenkonzept kombiniert energieeffiziente Antriebstechnik mit einfacher Bedienung und Wartung, was auf eine hohe Anlagenverfügbarkeit abzielt. Damit adressiert Electronica insbesondere Serienanwendungen im Konsumgüterbereich, bei denen Produktivität und Kostenstruktur als entscheidend gelten. KI-gestützte Assistenzsysteme und inject AI Ergänzend zu den Maschinenlösungen stellt die Engel Gruppe ihr inject AI Framework vor, das bestehende Assistenzsysteme um KI-basierte Funktionen erweitert. Ziel ist es, steigenden Qualitätsanforderungen und dem Mangel an qualifiziertem Fachpersonal zu begegnen. Die Systeme überwachen und analysieren eine Vielzahl von Prozessparametern, erkennen Abweichungen frühzeitig und unterstützen Bediener mit konkreten Handlungsempfehlungen. Zu den gezeigten Lösungen zählen unter anderem der iQ process observer, der Engel Virtual Assistant (EVA) sowie der KI-basierte Part Finder zur Identifikation von Ersatzteilen. Zusammen bilden sie ein digitales Unterstützungssystem, das Prozesssicherheit, Reproduzierbarkeit und Ressourceneffizienz verbessern soll. Mit dem Auftritt auf der Plastindia 2026 positioniert sich die Engel Gruppe mit einem breiten Spektrum an Spritzgießmaschinen und digitalen Lösungen für unterschiedliche Marktsegmente. Der Fokus liegt dabei auf lokal entwickelten und produzierten Maschinen, ergänzt durch Assistenzsysteme zur Stabilisierung und Automatisierung von Prozessen. Die Zusammenarbeit mit Electronica unterstreicht die strategische Ausrichtung auf den indischen Markt und dessen spezifische Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Robustheit und Verfügbarkeit. Plastindia 2026, 05.-10. Februar 2026, Neu-Delhi, Indien, Halle 11, Stand D1 Weitere Informationen: engelglobal.com |
Engel Austria GmbH, Schwertberg, Österreich
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