| 04.05.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() ![]() Mit der "Volex"-Technologie von Erema lassen sich laut Anbieter hohe Dekontaminierungs‑ und Deodorisierungseffekte direkt im Extrusionsprozess erzielen. Bei vielen medium‑sensitiven Anwendungen ist demnach damit keine zusätzliche thermische Nachbehandlung der Pellets erforderlich - (Bilder: Erema). Ein Schwerpunkt ist die weiterentwickelte „Volex“-Technologie, die Erema zur K 2025 vorgestellt hatte (siehe auch plasticker-News vom 09.10.2025). Das Verfahren wurde seit der Markteinführung unter praxisnahen Bedingungen optimiert. Durch Anpassungen an der Schneckengeometrie lassen sich laut Unternehmen Entgasungsleistungen erreichen, die zuvor nur mit größeren Maschinenausführungen möglich waren. Die Technologie kann nun sowohl mit als auch ohne Waterstripping eingesetzt werden. Die optionale Wassereinspritzung erweitert den Anwendungsbereich insbesondere bei sensibleren Einsatzfeldern. Nach Angaben von Erema ermöglicht „Volex“ Dekontaminierungs- und Deodorisierungseffekte bereits während des Extrusionsprozesses, die bei Standardsystemen häufig erst durch eine mehrstündige thermische Nachbehandlung der Pellets erzielt würden. Dadurch sollen Energie- und Betriebskosten reduziert werden. Technologisch beruht das Verfahren auf einer starken Oberflächenvergrößerung der Schmelze in Kombination mit der „TVEplus“-Technologie. Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Entgasungsleistung und thermomechanischer Belastung des Eingangsmaterials. Anwendungsseitig richtet sich die Technologie vor allem an Bereiche mit hohen Qualitätsanforderungen, bei denen Geruch eine Rolle spielt, ohne dass zwingend Food- oder Cosmetic-Grade-Standards erfüllt werden müssen. Genannt werden unter anderem Bauteile für den Automobilinnenraum, etwa Kabelkanäle, sowie Verpackungen für Haushaltschemikalien wie Reinigungsmittelflaschen. Solche Anwendungen könnten im Zusammenhang mit der PPWR künftig stärker an Bedeutung gewinnen. Die „Volex“-Technologie ist zudem als Finalist in der Kategorie „Recycling Machinery Innovation“ bei den „Plastics Recycling Awards Europe 2026“ nominiert. ![]() Das gemeinsame Projekt von Erema, Lindner Washtech und Polymer Matters, bei dem das Recycling von HDPE-Milchflaschen im Fokus steht, hat die nächste Stufe im Novel‑Technology‑ Verfahren der Europäischen Kommission erreicht. Im Bild von rechts: Clemens Kitzberger (Erema Group) und Michael Cunningham (Polymer Matters). Nach Einschätzung von Erema zeigt der erreichte Advanced-Novel-Technology-Status, dass mechanisches Recycling auch bei Polyolefinen lebensmitteltaugliche Rezyklate im industriellen Maßstab ermöglichen kann. Hervorgehoben wird, dass das eingesetzte Inputmaterial nicht aus einem geschlossenen Kreislauf stammt, sondern aus gemischten Haushaltssammlungen. Für solche Anwendungen ist nach Unternehmensangaben die Betrachtung der gesamten Prozesskette entscheidend. Dazu gehören die Auswahl und Aufbereitung des Eingangsmaterials, die Wasch- und Sortierprozesse, die Extrusion sowie die Dekontaminierung. Ein spezialisiertes Food-Grade-Team unterstützt bei der Auslegung entsprechender Konzepte, Materialbewertungen und Zulassungsverfahren. Grundlage dafür sind unter anderem Challenge-Tests, interne und externe Laborprüfungen sowie eine reproduzierbare Dokumentation der Prozess- und Materialdaten. Die Zusammenarbeit von Erema und Lindner Washtech zielt darauf ab, Aufbereitung, Waschen, Extrusion und nachgelagerte Schritte als durchgängigen Gesamtprozess auszulegen. Dabei stehen Prozessstabilität, Energieeffizienz und Anlagenvernetzung im Fokus. Ein gemeinsam entwickeltes HMI bündelt Prozessdaten aus Waschlinie, Extruder und weiteren Anlagenteilen. Die daraus entstehende Transparenz soll eine gezielte Optimierung der Gesamtanlage ermöglichen und eine durchsatzorientierte Auslegung unterstützen. PRS Europe 2026, 5.-6. Mai 2026, Amsterdam, Stand E20 Weitere Informationen: |
Erema - Engineering Recycling Maschinen und Anlagen Ges.m.b.H., Ansfelden, Österreich
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