| 14.07.2026, 13:32 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy (CCPE) hat im Forschungsprojekt "Green" nachgewiesen, dass sich Rezyklate aus Polypropylen (PP), Polyethylenterephthalat (PET) und High-Density-Polyethylen (HDPE) für die Herstellung technischer Geotextilien eignen. Die entwickelten Fasern, Vliese und Membranen erfüllen demnach industrielle Anforderungen und eröffnen neue Einsatzmöglichkeiten für recycelte Kunststoffe in Infrastruktur-, Wasserbau- und Bergbauanwendungen. Im Projekt wurden kontaminationsarme Post-Consumer-Rezyklate durch rheologische Modifikation, Restabilisierung und den Einsatz von Kompatibilisatoren zu leistungsfähigen Werkstoffen weiterentwickelt. PP- und PET-Rezyklate konnten erfolgreich versponnen und mechanisch stabilisiert werden. Alterungsuntersuchungen bestätigten eine hohe Langzeitbeständigkeit der Materialien. Auch HDPE-Membranen zeigten keine kritischen Festigkeitsverluste. Für die Umweltbewertung wurden Vliese aus recyceltem PET und PP sowie PE-Membranen nach DIN EN 16637-2 untersucht. Elutions- und Ökotoxizitätstests ergaben eine geringe Stofffreisetzung und keine relevanten ökotoxikologischen Effekte. PFAS lagen unterhalb der Nachweisgrenze. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für regulatorische Anforderungen und die Qualitätssicherung beim Einsatz von Rezyklaten in Geotextilien. Nach Angaben des Fraunhofer CCPE profitieren insbesondere Geotextil- und Vliesstoffhersteller sowie Recyclingunternehmen. Kontaminationsarme Rezyklatströme können Prozessstörungen reduzieren und neue Verwertungspfade für Post-Consumer-Kunststoffe eröffnen. Pilotversuche bestätigten zudem die Übertragbarkeit der entwickelten Verfahren auf industrielle Produktionslinien. An "Green" waren mehrere Fraunhofer-Institute beteiligt. Das Fraunhofer LBF koordinierte das Projekt, das Fraunhofer IAP entwickelte Fasern und Vliese, das Fraunhofer Umsicht übernahm Membranentwicklung und Umweltbewertung, während das Fraunhofer IME die Ökotoxizitätstests durchführte. Im nächsten Schritt sollen die Verfahren skaliert, Prüfmethoden weiter standardisiert und Demonstratoren unter industriellen Bedingungen umgesetzt werden. Weitere Informationen: www.ccpe.fraunhofer.de |
Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE, Oberhausen
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