| 24.08.2026, 10:37 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Spezialist für chemisches Kunststoffrecycling Plastic Energy hat nach Abschluss eines Insolvenzverfahrens eine neue Eigentümerstruktur erhalten. Gleichzeitig übernimmt Unternehmensgründer Carlos Monreal wieder die Position des CEO. Angaben zu den neuen Eigentümern und zu den finanziellen Bedingungen der Restrukturierung machte das Unternehmen nicht. Plastic Energy und die Finanzierungsgesellschaft Plastic Energy Finco waren Ende April 2026 nach britischem Recht unter Insolvenzverwaltung gestellt worden. Das Unternehmen hatte sich damit in einem sogenannten Administration-Verfahren befunden. Bereits im Mai war bekannt geworden, dass nach Investoren gesucht wurde. Monreal hatte Plastic Energy 2012 gegründet und war im März 2024 vom CEO-Posten auf die Position des Chairman gewechselt. Mit der nun abgeschlossenen Restrukturierung kehrt er in die operative Führung zurück. Plastic Energy will sich nach eigenen Angaben künftig insbesondere auf operative Effizienz, profitables Wachstum und eine wirtschaftlich disziplinierte Expansion konzentrieren. Kern des Geschäfts bleibt das unternehmenseigene chemische Recyclingverfahren "TAC". Dabei werden Kunststoffabfälle unter Sauerstoffausschluss thermisch behandelt und in Kohlenwasserstoffdämpfe umgewandelt. Nach der Kondensation entsteht ein Recyclingöl, das als Rohstoff für die Herstellung neuer Kunststoffe eingesetzt werden kann. Plastic Energy gibt an, mit der Technologie bislang mehr als 40.000 t schwer recycelbare Kunststoffabfälle verarbeitet zu haben. Die Technik ist nach Unternehmensangaben seit mehr als zehn Jahren im industriellen Maßstab im Einsatz. Die bestehenden Aktivitäten in Europa sowie die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an der Loughborough University in Großbritannien sollen fortgeführt werden. Plastic Energy betreibt unter anderem zwei Anlagen für chemisches Recycling in Spanien und arbeitet bei der industriellen Umsetzung seiner Technologie mit Petrochemiekonzernen zusammen. Im März 2026 nahm beispielsweise eine mit der "TAC"-Technologie ausgestattete Recyclinganlage von TotalEnergies am französischen Standort Grandpuits den Betrieb auf. Als Belastungsfaktoren für das chemische Recycling nennt Plastic Energy unter anderem schwankende wirtschaftliche Rahmenbedingungen bei Neuware sowie regulatorische Unsicherheit. Insbesondere in Europa seien langfristig verlässliche regulatorische Bedingungen erforderlich, um Investitionen in Anlagen und Technologien für eine Kreislaufwirtschaft mit Kunststoffen abzusichern. Weitere Informationen: plasticenergy.com |
Plastic Energy, London, Großbritannien
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