| 31.08.2026, 07:32 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Gerresheimer hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 524 Mio. Euro erzielt. Gegenüber dem angepassten Vorjahreswert von 519 Mio. Euro entspricht dies einem leichten Wachstum. Das bereinigte EBITDA ging dagegen von 81 Mio. auf 66 Mio. Euro zurück. Die bereinigte EBITDA-Marge verringerte sich von 15,7 auf 12,6 Prozent. Die Veröffentlichung der Quartalszahlen war aufgrund inzwischen abgeschlossener interner Untersuchungen zur Umsatzrealisierung und Bilanzierung in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 verschoben worden. Im ersten Quartal richtete Gerresheimer nach eigenen Angaben das operative Geschäft stärker auf die Verbesserung des Free Cashflows aus. Dieser erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um mehr als 100 Mio. Euro und belief sich auf minus 32 Mio. Euro nach minus 141 Mio. Euro. Dazu trugen eine selektivere Investitionsplanung, ein strikteres Working-Capital-Management und ein geringerer Aufbau von Lagerbeständen bei. Der neu gebildete Geschäftsbereich Containment & Delivery Systems, zu dem Primary Packaging Plastics, Centor, Medical Systems und Advanced Technologies gehören, steigerte den Umsatz von angepasst 281 Mio. auf 296 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich von 52 Mio. auf 61 Mio. Euro, die Marge von 18,5 auf 20,6 Prozent. Wachstumstreiber waren insbesondere Drug-Delivery-Systeme, deren Produktion an US-Standorten hochgefahren wurde. Primary Injectable Solutions mit den Bereichen Syringe Systems und Tubular Glass erzielte 101 Mio. Euro Umsatz nach angepasst 94 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Das bereinigte EBITDA sank von 7 Mio. auf 6 Mio. Euro. Vor allem das Geschäft mit Spritzensystemen entwickelte sich positiv und kompensierte damit teilweise die schwächere Entwicklung bei Röhrenglas in Europa und Asien. Deutlich schwächer entwickelte sich das Moulded-Glass-Geschäft. Der Umsatz sank von angepasst 160 Mio. auf 144 Mio. Euro, während das bereinigte EBITDA von 32 Mio. auf 6 Mio. Euro zurückging. Die Marge verringerte sich von 20,1 auf 4,5 Prozent. Belastend wirkten unter anderem der Produktionsausfall infolge einer Ofenreparatur im Werk Chicago Heights, die weiterhin verhaltene Nachfrage aus Pharma- und Kosmetikindustrie sowie geplante Produktionsunterbrechungen zum Abbau von Lagerbeständen. Das Werk in Chicago Heights soll bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026 geschlossen werden. Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres erwartet Gerresheimer höhere Umsätze und eine Verbesserung des Ergebnisses. Zusätzlich soll der bereits vereinbarte Verkauf von Centor und Primary Packaging Plastics an eine Tochtergesellschaft von durch Apax Partners beratenen Fonds die Verschuldung reduzieren. Der Abschluss des Centor-Verkaufs ist noch für das laufende Geschäftsjahr vorgesehen, der Verkauf von Primary Packaging Plastics soll im ersten Halbjahr 2027 vollzogen werden. Parallel verfolgt Gerresheimer den geplanten Verkauf des Moulded-Glass-Geschäfts weiter. Die endgültigen Zahlen für das erste Quartal will Gerresheimer im September 2026 veröffentlichen. Der Halbjahresbericht sowie die Quartalsmitteilung für das dritte Quartal sind für November vorgesehen. Weitere Informationen: www.gerresheimer.com |
Gerresheimer AG, Düsseldorf
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