| 02.09.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Romira erweitert ihr Werkstoffportfolio für die Medizintechnik um zwei weiterentwickelte Compounds auf Basis von PA/ASA und PC/PBT. Wie das Unternehmen im Vorfeld der Fakuma 2026 mitteilt, sind die Materialien für Anwendungen vorgesehen, bei denen hohe mechanische Eigenschaften, Dimensionsstabilität, Chemikalienbeständigkeit sowie ein halogenfreier Flammschutz gefordert sind.Das neue PA/ASA-Compound ist mit 15 Prozent Glasfasern verstärkt. Dadurch sollen Steifigkeit und Dimensionsstabilität erhöht werden. Gegenüber klassischen PA-Systemen weist das Material nach Unternehmensangaben eine geringere Wasseraufnahme auf, was die Maßhaltigkeit bei wechselnden Umgebungsbedingungen verbessern soll. Die Flammschutzausrüstung ist halogenfrei und PFAS-frei. Das Compound erreicht nach UL 94 die Einstufung V-0 bei einer Prüfkörperdicke von 1,5 mm. Beim weiterentwickelten PC/PBT-Compound lag der Schwerpunkt auf verbesserten Fließeigenschaften, mechanischer Leistungsfähigkeit und Verarbeitbarkeit. Zusätzlich wurde die Farbstabilität optimiert. Ziel ist eine stabilere Verarbeitung bei längeren Fließwegen und Verweilzeiten sowie eine gleichbleibende Bauteilqualität. Beide Compounds sind laut Romira auf eine hohe chemische Beständigkeit gegenüber Reinigungs- und Desinfektionsmitteln ausgelegt. Weitere genannte Eigenschaften sind eine hohe Oberflächenqualität, gute UV-Beständigkeit, hohe Wärmeformbeständigkeit sowie die Möglichkeit einer kundenspezifischen Voreinfärbung. Für beide Werkstoffe wird ein halogenfreier Flammschutz nach UL 94 V-0 bei 1,5 mm angegeben. Die Materialien sollen in zahlreichen Anwendungen als Alternative zu bisherigen ABS-FR- beziehungsweise PC/ABS-FR-Werkstoffen eingesetzt werden können. Nach Angaben des Unternehmens können bestehende Werkzeuge in vielen Fällen weiterverwendet werden. Dadurch kann eine Materialumstellung ohne grundlegende Änderungen an vorhandenen Spritzgießwerkzeugen möglich sein. Als typische Einsatzbereiche nennt Romira technische Bauteile, Gehäuse und Abdeckungen, die regelmäßig Reinigungs- und Desinfektionsprozessen ausgesetzt sind. Dazu zählen unter anderem Diagnostikgeräte, Labor- und Klinikausstattung sowie Komponenten medizinischer Geräte wie OP-Leuchten. Mit den beiden Neuentwicklungen adressiert Romira insbesondere Anwendungen, bei denen chemische Beständigkeit, Flammschutz, Maßhaltigkeit und Verarbeitbarkeit miteinander kombiniert werden müssen. Technisch relevant ist vor allem die Möglichkeit, PA/ASA- und PC/PBT-Blends als Werkstoffalternativen in bestehenden Bauteil- und Werkzeugkonzepten einzusetzen. Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle B1, Stand 1212 Weitere Informationen: www.romira.de, www.rowa-group.com |
Romira GmbH, Pinneberg
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