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15.09.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

KraussMaffei Extrusion: Neue Seitenfüttereinrichtung für voluminöse Recyclingmaterialien

(Bild: KraussMaffei Extrusion).
(Bild: KraussMaffei Extrusion).
KraussMaffei Extrusion stellt auf der Fakuma 2026 die neue Seitenfüttereinrichtung "ZSA UltraCycle" für Zweischneckenextruder vor. Die Anlage ist für die direkte Verarbeitung leichter und voluminöser Recyclingmaterialien ausgelegt und soll zusätzliche Vorbehandlungsschritte wie Kompaktieren oder Agglomerieren überflüssig machen. Vorgesehen ist der Einsatz unter anderem für Kunststoff-Flakes, Folienschnipsel sowie Fasern aus Post-Consumer- und Textilrecyclingströmen.

Ein Schwerpunkt liegt auf Materialien mit sehr geringer Schüttdichte von teilweise nur 10 kg/m³. Dazu zählen PET-, (LD)PE- und PP-Flakes sowie Fasern und Gewebe aus PA und Polyester. Bei solchen Materialien begrenzt häufig nicht die Verarbeitungskapazität des Zweischneckenextruders, sondern die Materialzuführung den möglichen Durchsatz.

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Die "ZSA UltraCycle" verdichtet das Material bereits während der Zuführung zum Extruder. Dadurch können Materialaufgabe, Aufschmelzen, Compoundieren, Entgasen und Filtration in einem durchgängigen Prozess zusammengeführt werden. Der Verzicht auf separate Vorkompaktierung kann die Zahl der Prozessschritte sowie den Anlagen- und Energieaufwand reduzieren.

(Bild: KraussMaffei Extrusion).
(Bild: KraussMaffei Extrusion).
Kern der Seitenfüttereinrichtung sind zwei speziell ausgeführte Schnecken, die das Material verdichten und in den Einzugsbereich des Zweischneckenextruders "ZE BluePower" fördern. Die gravimetrische Dosierung soll dabei erhalten bleiben. Ziel sind ein gleichmäßiger Durchsatz, eine konstante Rezepturführung und ein stabiler Extrusionsprozess.

Die Schnecken sind modular aufgebaut und können an unterschiedliche Recyclingmaterialien und Anwendungen angepasst werden. Verschlissene Schneckenelemente lassen sich einzeln austauschen, sodass nicht die komplette Schnecke ersetzt werden muss.

Nach Angaben von KraussMaffei Extrusion zeigen Versuche im Technology Center in Laatzen ein relevantes Energieeinsparpotenzial. Bei einem beispielhaften Durchsatz von 1.000 kg/h beziffert das Unternehmen die mögliche Einsparung durch den Wegfall zusätzlicher Vorkompaktierungsschritte auf bis zu 400.000 kWh Strom pro Jahr. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,15 Euro/kWh entspricht dies rund 60.000 Euro jährlich.

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A7, Stand 7303

Weitere Informationen: www.kraussmaffei.com

KraussMaffei Technologies GmbH, Parsdorf

» insgesamt 480 News über "KraussMaffei Technologies" im News-Archiv gefunden

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