| 24.09.2026, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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BASF prüft den Bau eines Produktionskomplexes für Methylendiphenyldiisocyanat (MDI) im indischen Dahej im Bundesstaat Gujarat. Die Machbarkeitsstudie befindet sich nach Angaben des Unternehmens in einem fortgeschrittenen Stadium. Über die Tochtergesellschaft BASF India Polyurethanes Private Limited wurde bereits ein Industriegrundstück für das mögliche Vorhaben gesichert. Eine endgültige Investitionsentscheidung steht noch aus und soll auf Basis der Studienergebnisse sowie vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen getroffen werden. MDI ist ein zentraler Ausgangsstoff für Polyurethane und wird unter anderem für Dämmstoffe, Kältetechnik, Automobilkomponenten, Möbel und Konsumgüter eingesetzt. Mit dem möglichen Ausbau in Indien reagiert BASF auf die erwartete steigende Nachfrage nach Polyurethan-Werkstoffen in der Region. Als Treiber nennt das Unternehmen insbesondere Urbanisierung, Infrastrukturinvestitionen und eine zunehmende industrielle Produktion. Bestehende Infrastruktur in Dahej Am integrierten Chemiestandort Dahej betreibt BASF India Limited bereits eine MDI-Splitteranlage und Produktionsanlagen für Polyurethane. Ein neuer MDI-Komplex würde damit an vorhandene Infrastruktur und bestehende Verarbeitungsaktivitäten anknüpfen. Zugleich würde BASF seine lokale Produktionsbasis in Indien ausbauen und die Versorgung des indischen Marktes sowie angrenzender Regionen stärker aus regionaler Produktion abdecken. Einordnung in das globale MDI-Netzwerk Das Vorhaben wäre Teil des weltweiten MDI-Produktionsverbunds von BASF. Der Konzern betreibt entsprechende Anlagen in Geismar in den USA, Antwerpen in Belgien, Chongqing und Caojing bei Shanghai in China sowie Yeosu in Südkorea. In Geismar befindet sich eine Erweiterung der MDI-Kapazitäten mit einem Investitionsvolumen von rund 1 Mrd. US-Dollar nach Unternehmensangaben in der Abschlussphase. Mit einer möglichen Investition in Indien würde BASF sein MDI-Netzwerk um einen weiteren asiatischen Produktionsstandort ergänzen. Im Mittelpunkt stehen dabei die regionale Verfügbarkeit des Rohstoffs und eine stärkere lokale Versorgung von Polyurethan-Kunden. Konkrete Angaben zu Kapazität, Investitionssumme oder Zeitplan des Projekts in Dahej liegen bislang nicht vor. Weitere Informationen: basf.com |
BASF SE, Ludwigshafen
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