| 13.10.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der Kunststoffdistributor Ultrapolymers stellt auf der Fakuma 2026 drei Produkte des Herstellers SK Functional Polymer vor. Das Angebot umfasst den Schlagzäh- und Kompatibilitätsmodifikator "Lotader AX8900T", den Haftvermittler "Orevac 18343" für hochgefüllte, halogenfrei flammgeschützte Compounds sowie den EVOH-Barrierewerkstoff "Evasin 2951F" für mehrschichtige Folien. Muster der drei Produkte stehen für Materialversuche zur Verfügung.Schlagzähmodifikation und zusätzliche Lieferquelle Das reaktive Ethylen-Terpolymer "Lotader AX8900T" wird künftig in einem Rohrreaktor im französischen Balan hergestellt. Der bisherige Typ "Lotader AX8900" stammt aus einem Autoklav-Reaktor in Carling. Beide Typen besitzen identische Comonomeranteile sowie eine vergleichbare Schmelzviskosität und ähnliche mechanische Eigenschaften. Die abweichende Polymermorphologie des neuen Typs führt nach Angaben des Herstellers zu einem höheren Schmelzpunkt und einer geringfügig höheren Schlagzähigkeit. Aufgrund der ähnlichen Eigenschaften sind die Varianten in vielen Anwendungen austauschbar. Die zwei Produktionsstandorte können die Versorgung absichern. Zu den möglichen Einsatzgebieten zählen PBT, PET, PPS sowie PC/PBT- und PC/ABS-Blends, jeweils als Neuware oder Rezyklat. Daneben eignen sich die Modifikatoren zur Kompatibilisierung von Polyester-Polyolefin-Mischungen und als Hydrolyseschutz. Nach Herstellerangaben sind sie mit LDPE in allen Mischungsverhältnissen sowie mit zahlreichen Ethylen-Copolymeren kompatibel. Zudem haften sie an PET, PBT, PPS, Metall, Papier und Glasfasern. Haftvermittler für halogenfreie Flammschutzcompounds "Orevac 18343" ist ein mit Maleinsäureanhydrid (MAH) gepfropftes lineares Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE). Der Haftvermittler soll die Verbindung zwischen der Kunststoffmatrix und mineralischen Flammschutzmitteln wie Aluminiumhydroxid oder Magnesiumhydroxid verbessern. Gleichzeitig unterstützt er die Verteilung der Füllstoffe im Compound. Dies soll die mechanischen Eigenschaften hochgefüllter, halogenfrei flammgeschützter Formulierungen (HFFR) auch nach Wasserlagerung verbessern. Laut technischem Datenblatt liegt der MAH-Anteil über 1 Prozent, der Schmelzpunkt bei 121°C. Als Anwendungsfelder nennt der Hersteller Kabelisolierungen und Kabelummantelungen sowie Aluminiumverbundplatten für Fassaden. Die Eignung für die jeweiligen Anforderungen an Brandverhalten und Rauchentwicklung ist am Endprodukt zu prüfen. Reduzierter EVOH-Anteil für Folien mit Gasbarriere Der EVOH-Typ "Evasin 2951F" dient als Sauerstoffbarriere in Folienverbunden, insbesondere für Lebensmittelverpackungen. Er besitzt einen Ethylenanteil von 29 Mol-Prozent. Durch den gegenüber anderen EVOH-Typen erhöhten Vinylalkoholanteil kann bei gleicher Barriereleistung eine dünnere Sperrschicht eingesetzt werden. Vorgesehen sind mehrschichtige Aufbauten mit PE- oder PP-Deckschichten und einem Haftvermittler der Reihe "Orevac". Für die Aufbereitung von Rezyklaten aus PE/EVOH-Folien nennt SK Functional Polymer zusätzlich den Kompatibilisator "Lotader 4210". Relevant ist dies mit Blick auf die EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR). Sie sieht für Verpackungen grundsätzlich ab 2030 eine Mindestbewertung der Recyclingfähigkeit von 70 Prozent nach den Kriterien der Stufe C vor; der Geltungsbeginn hängt gegebenenfalls vom Inkrafttreten der zugehörigen delegierten Rechtsakte ab. Die in der Diskussion um Monomaterialverpackungen häufig genannte 5-Prozent-Grenze betrifft die Definition von Verbundverpackungen. Sie stellt keine pauschale Freigabe für Fremdmaterialien und keinen automatischen Nachweis der Recyclingfähigkeit dar. Diese muss für die jeweilige Folienkonstruktion nach den maßgeblichen Kriterien bewertet werden. Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A5, Stand 5211 Weitere Informationen: www.ultrapolymers.com |
Ultrapolymers Deutschland GmbH, Augsburg
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