| 19.10.2026, 14:52 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die 30. Fakuma, internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, fand vom 12. bis 16. Oktober 2026 in Friedrichshafen statt. Nach Angaben des Veranstalters P. E. Schall GmbH & Co. KG präsentierten 1.547 Aussteller (2024: 1.639) ihre Produkte und technologischen Entwicklungen. Insgesamt wurden 36.278 Fachbesucher (2024: 36.675) registriert, davon kamen wieder gut 15.000 aus dem Ausland, womit der Anteil internationaler Besucher ganz leicht auf 41,7 Prozent gestiegen ist. Die wichtigsten Herkunftsländer nach Deutschland waren wieder Italien, Schweiz, Österreich, China und Frankreich. Anders als bei den Ausstellern, wo dieses Jahr erstmals über die Hälfte der Unternehmen, die sich bei der Fakuma präsentierten, aus dem Ausland kam, hat sich an der Zahl und Struktur der Besucher in dieser Hinsicht kaum etwas verändert. Angesichts schwieriger Zeiten und eines Rückgangs der Ausstellerzahl um knapp sechs Prozent kann man dies als Erfolg für diese Messe betrachten. Die fünftägige Veranstaltung umfasste neben der Ausstellung ein Fach- und Rahmenprogramm mit Innovationsauszeichnungen, Diskussionsveranstaltungen, Vorträgen und Maßnahmen zur Nachwuchsförderung. Erstmals fand die Messe in der neuen Tagesfolge von Montag bis Freitag statt - das wird auch bei der Fakuma 2027 so sein. Innovationspreis in sechs Kategorien Erstmals wurde der "Fakuma Innovation Award" vergeben, den Schall gemeinsam mit dem Fachmedium "K-Zeitung" ausgelobt hatte. Eine Fachjury prämierte die Plätze eins bis drei in sechs Kategorien: Spritzgießen, Extrusion, Recycling, Werkzeug- und Formenbau/Thermoformen, Compounding und Werkstoffe sowie Peripherie. Insgesamt wurden 18 Unternehmen ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am ersten Messetag statt (siehe auch plasticker-News vom 14.10.2026). Start-ups mit Schwerpunkt biobasierte Materialien In der Start-up-Area stellten 18 junge Unternehmen ihre Entwicklungen vor. Laut Veranstalter war dies die bisher höchste Zahl an teilnehmenden Start-ups. Ein Schwerpunkt lag auf biobasierten Materialien aus Rohstoffen wie Algen, Mais und Kartoffelstärke. Vorgestellte Anwendungsfelder umfassten Verpackungen, Haushaltswaren und Medizinprodukte. Auch biologische Abbaubarkeit und Recyclingfähigkeit waren Themen der Materialentwicklung. Auszeichnungen für langjährige Aussteller Der Veranstalter ehrte zwölf Unternehmen, die bereits bei der ersten Fakuma im Jahr 1981 vertreten waren und auch 2026 ausstellten. Die erstmals verliehene "Paul-Eberhard-Schall-Medaille" ging an den Spritzgießmaschinenhersteller Arburg (siehe auch plasticker-News vom 13.10.2026). Paul-Eberhard Schall und der damalige Arburg-Geschäftsführer Eugen Hehl hatten die Messe 1981 gemeinsam ins Leben gerufen. Die Auszeichnung nahm Arburg-Geschäftsführerin Juliane Hehl entgegen. Branchendiskussion und Nachwuchsförderung Ein "Round Table" am zweiten Messetag befasste sich mit der Widerstandsfähigkeit der europäischen Kunststoffindustrie und den Handlungsfeldern zur Stärkung ihrer Wettbewerbsposition (siehe auch plasticker-News vom 15.10.2026). Tägliche Fachvorträge ergänzten das Programm. Am letzten Messetag, dem 16. Oktober, bot der "Karriere-Freitag" jungen Interessierten geführte Rundgänge und Einblicke in Technologien sowie Herstellungsprozesse von Unternehmen der Kunststoffverarbeitung. Die nächste Fakuma ist für den 11. bis 15. Oktober 2027 in Friedrichshafen geplant. Fakuma 2027, Friedrichshafen, 11.-15. Oktober 2027 Weitere Informationen: www.fakuma-messe.de, www.schall-messen.de |
P.E. Schall GmbH & Co. KG Messeunternehmen, Frickenhausen
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