plasticker-News

Anzeige

04.11.2026, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Alpla: Rückläufige Rezyklatziele von Markenherstellern belasten Recyclingmarkt

Alpla sieht die Nachfrage nach Kunststoffrezyklaten durch reduzierte freiwillige Einsatzquoten von Markenherstellern belastet. Georg Lässer, Director Business Development, Procurement and Sales Recycling, erklärt in einer von yes or no Media veröffentlichten Presseinformation, Unternehmen senkten ihre Ziele teilweise von 50 auf 30 Prozent oder auf null. Dadurch entfalle eine Nachfrage von mehreren Tausend Tonnen. Konkrete Markenhersteller nennt die Veröffentlichung nicht.

Als wesentlichen Grund führt Lässer die Kosten an. Nach seiner Einschätzung liegen die Preise für Rezyklate in Europa 20 bis 50 Prozent über denen von Neuware. Zugleich verweist er auf fehlende Planungssicherheit für Investitionen und die aus seiner Sicht unzureichende Durchsetzung europäischer Vorgaben.

Anzeige

Eine weitere Begrenzung des Kunststoffrecyclings sieht Lässer in der Sammlung gebrauchter Verpackungen. Während der PET-Bereich vergleichsweise stabil laufe, stünden HDPE und PP durch aufwendigere Sortierung und preisgünstige Neuware unter Druck. Alpla investiere weiterhin in Sortiertechnologien, KI-gestützte Qualitätskontrolle, Dekontamination und Digitalisierung.

Für die eigene Entwicklung hält Alpla an seinen Ausbauzielen fest. Nach der Unternehmensmitteilung vom 15. Januar 2026 soll der Anteil von Post-Consumer-Recyclingmaterial am gesamten Kunststoffeinsatz bis 2030 auf 30 Prozent steigen. Die installierte und projektierte jährliche Output-Kapazität für Rezyklate soll von 400.000 auf 700.000 Tonnen wachsen. Seit 2026 sind dafür jährlich 15 Mio. Euro für den Recyclingbereich vorgesehen.

Bei lebensmitteltauglichem HDPE-Rezyklat arbeitet Alpla mit dem unabhängigen Technologieinstitut NTCP zusammen. Wie das Unternehmen im Dezember 2025 mitteilte, wird ein patentiertes lösemittelbasiertes Verfahren über vier Jahre an einer Pilotanlage im niederländischen Heerenveen erprobt. Das Projekt soll die Grundlage für eine industrielle Skalierung schaffen; angestrebt wird eine Zulassung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit.

Weitere Informationen: www.alpla.com

Alpla Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG, Hard, Österreich

» insgesamt 101 News über "Alpla Werke Alwin Lehner" im News-Archiv gefunden

Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!


» zurück zum Seitenanfang


Aktuelle Geschäftskontakte
Top News / Meist gelesen
plasticker Newsletter
Wir informieren Sie schnell, umfassend und kostenlos über das, was in der Branche passiert.

» Jetzt anmelden!

» Weiterempfehlen

Machen Sie Ihre Reste zu Geld!
Sie haben Neuware-Restmengen, Mahlgüter oder Produktionsabfälle?

Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.

Für Ihre ausrangierten Maschinen und Anlagen finden Sie Abnehmer in der Maschinenbörse.
Aktuelle Rohstoffpreise
Neue Fachbücher
Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern

Eine Vielzahl von Kunststoffen wird zur Produktion von Halbzeugen und Fertigprodukten auf Einschneckenextrudern aufbereitet bzw.