| 08.04.2008 | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Anläßlich der fensterbau/frontale 2008 (Nürnberg, 2.-5.4.2008, www.frontale.de) zieht die Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (www.agpu.com) nach 20 Jahren ihres Bestehens im Jahre 2008 Zwischenbilanz: Der Werkstoff PVC habe die Stürme der letzten zwanzig Jahre gestärkt überstanden! Wirtschaftlich erfolgreich Erfolgreich sei die wirtschaftliche Entwicklung des Werkstoffes PVC in Deutschland, denn die Nachfrage wuchs von 1988 bis Ende 2007 um mehr als 40 Prozent. Zum Beispiel stieg die Verarbeitung von Profilen deutschlandweit von rund 400.000 Tonnen auf fast 900.000 Tonnen. Auch der Absatz von Klassikern wie Bodenbelägen oder Rohren wachse wieder. So lag der Produktionszuwachs bei Rohren im Jahr 2007 laut Kunststoffrohrverband bei 9,9 Prozent. Dieser Erfolg beruhe nicht nur auf wachsendem Kunden-Interesse, sondern auch auf der Weiterentwicklung der Produkte. Bei Fensterprofilen sei es die bessere Wärmedämmung bis hin zur Eignung für Passivhäuser. Bei Rohren werde eine Leistungssteigerung bei der Steifigkeit durch Schaumkern oder biaxiales Recken verzeichnet. Weitere Verbesserungen betreffen die Rezepturen wie die Entwicklung neuer Stabilisatoren und Weichmacher, die heute schon in großem Umfang eingesetzt werden. Zudem dürfe man die Produktivitätsfortschritte zum Beispiel durch neue Elektrolyse-Anlagen der PVC-Hersteller und durch größere Ausstoßleistungen der Verarbeitungsmaschinen nicht vergessen. Auch sie tragen wesentlich zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Produktion bei. Der hohe Aufwand für Innovationen, wie auch das Engagement der Finanzinvestoren bei einer Reihe von Unternehmen belegen gleichzeitig das Vertrauen der Industrie in die Zukunft des Werkstoffs. Ökologisch verbessert Die Umweltauswirkungen von Herstellung, Verwendung und Entsorgung verringerten sich durch eine Reihe von Maßnahmen entlang des gesamten Lebensweges deutlich. Die Emissionen bei Herstellung und Verarbeitung konnten schon wegen der erreichten Energieeinsparungen signifikant gesenkt werden. Besonders hervorzuheben seien die Fortschritte bei der Verwertung. Nach der letzten AgPU-Erhebung 2007 wurden bereits im Jahr 2005 eine stoffliche Verwertung von 180.000 Tonnen in Deutschland bei 505.000 Tonnen PVC-Abfällen erreicht. Davon wurden 75 Prozent stofflich oder energetisch verwertet. Sozial fortschrittlich Der wirtschaftliche Erfolg der PVC-Branche führe auch zu einer vorteilhaften Sozialbilanz: In den letzten 20 Jahren seien neue Arbeitsplätze im Verarbeitungssektor entstanden. Dies gelte insbesondere für Profilhersteller, die heute in Deutschland etwa 52 Prozent des PVC verwenden. Die Erfolge für PVC-Profile bei den Energiespar-Investitionen in Mittel- und Osteuropa führten auch 2007 in einer Reihe von Unternehmen zu Neueinstellungen. Es sei anzunehmen, dass die PVC-Verarbeiter 2007 im Durchschnitt - wie auch die übrigen Kunststoff-Verarbeiter - etwa 3 Prozent mehr Mitarbeiter beschäftigt haben als im Jahr zuvor. Kunden biete der Werkstoff PVC Produkte von hervorragender Qualität mit hohem Nutzen. Dazu gehören Fenster, die man nicht streichen muss, Rohre, die sich wegen ihrer glatten Oberfläche nicht zusetzen oder Bodenbeläge, die nur einen geringen Reinigungsaufwand erfordern. Dies schlage sich im niedrigen Unterhaltungsaufwand und in günstigen Wohn-Nebenkosten nieder. Im Hinblick auf das Vertrauen der Kunden in Kunststoffprodukte aus PVC sei es kein Zufall, dass ein großer Teil wie Profile, Rohre, Folien oder Tapeten mit Gütesicherung hergestellt werde. Zwischenbilanz auf dem Weg zur Nachhaltigen Entwicklung Die Zwischenbilanz ergebe demnach, dass der Werkstoff PVC die Stürme der letzten 20 Jahre gestärkt überstanden habe. Der Kunststoff habe nicht nur überlebt, sondern gerade in Deutschland Maßstäbe gesetzt bei Wachstum, Umwelt und Soziales. Außerdem sei PVC zum Impulsgeber für die europäische Branche geworden. Diese Leistung wurde vor allem erbracht von der Gruppe von Unternehmen und Verbänden, die die Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt getragen habe und trage. Auch die europäische PVC-Branche bekenne sich mittlerweile seit Jahren mit ihrer Selbstverpflichtung Vinyl 2010 und konkreten Schritten zur nachhaltigen Entwicklung. Sie wolle mit der Vinyl Foundation die dauerhafte Finanzierung dieser beschlossenen Maßnahmen sicherstellen. Dies sei ein wichtiger Beitrag zur Fortführung des eingeschlagenen Kurses. Denn auch PVC sei nicht für alle Zeiten vor neuen Unwettern sicher. Es bedürfe stetiger Anstrengungen, um für solch schwierige Situationen gewappnet zu sein. |
Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V., Bonn
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