| 16.07.2008 | Lesedauer: ca. 1 Minute |
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Von einer geregelten Mülltrennung und anschließenden Aufbereitung der Wertstoffe ist die Türkei noch ein Stück entfernt. Ansätze sind jedoch vorhanden. Schon weiter fortgeschritten ist die Wiederverwertung von Metall und Papier sowie Materialien, die in Fabriken oder bei Großverbrauchern anfallen. Im Zuge eines allgemein zunehmenden Umweltbewusstseins, steigender Rohstoffpreise und Mülldeponien, deren Aufnahmefähigkeit sich dem Ende zuneigt, stehen die Chancen gut für die nächsten Schritte in Richtung Kreislaufwirtschaft. Durch eine 2005 in Kraft getretene Verordnung werden die Verursacher von Verpackungsmüll verpflichtet, bis 2014 stufenweise eine Recyclingquote von 60% zu erreichen. Im Jahr 2008 gelten für Glas und Kunststoff Werte von 40% und bei Metall und Papier 38%. Die Kosten hierfür werden wie beim Dualen System in Deutschland auf den Kaufpreis aufgeschlagen. Es gibt jedoch kein organisiertes Pfandsystem, das die Rückgabe der Behältnisse fördern würde. In der Regel werden sie dem Hausmüll beigegeben und nur dann einer Wiederverwertung zugeführt, wenn die entsprechende Gemeinde über eine Sortieranlage verfügt. Die tatsächliche Recyclingquote liegt daher nach Schätzung von Branchenexperten nur bei 20 bis 30%.Stabilisatoren oder Pigmente müssen die westlichen Profilhersteller aber nach wie vor importieren. Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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