| 23.09.2008 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
|
Nach der BASF investieren mit ´Pyramid Bioplastics´ und ´Plantic Technologies Ltd.´ zwei weitere Unternehmen in die deutsche Biokunststoffwirtschaft. Der Industrieverband European Bioplastics (www.european-bioplastics.org) begrüßt die Erweiterung der Produktionskapazitäten von Biokunststoffen und weist auf die guten Rahmenbedingungen am Standort hin. Plantic Technologies Ltd. - Fertigungsanlagen zur Verarbeitung von stärkebasierten Werkstoffen Das in Australien beheimatete Unternehmen ´Plantic Technologies Ltd.´ errichtet für mehr als 8,3 Millionen Euro eine komplette Betriebsstätte in Deutschland. Am Standort Jena werden Fertigungsanlagen zur Verarbeitung von stärkebasierten Werkstoffen sowie Forschungs- und Vertriebseinrichtungen installiert. Damit will der Hersteller seine Präsenz auf dem europäischen Markt für Biokunststoffe deutlich ausbauen. Der Bau dieser Anlage ist laut Norbert-Rainer Schmidt, Geschäftsführer Europa, für Plantic wie auch für seine Kunden ein wichtiger Schritt, den Biokunststoffmarkt in Europa weiter zu stärken. Jürgen Reinholz, Wirtschaftsminister von Thüringen freut sich über die Investition: „Mit Plantic kommt eine innovative und umweltfreundliche Technologie nach Thüringen, die ein erhebliches Wachstumspotential hat.“ Pyramid Bioplastics Guben GmbH - Produktionsstätte für die Herstellung von Polymilchsäure (PLA) ´Pyramid Bioplastics Guben GmbH´, ein gemeinsames Unternehmen der ´Pyramid Technologies Ltd.´ aus der Schweiz und ´German Bioplastics GmbH´ aus Deutschland, wird in Guben (Brandenburg) eine Produktionsstätte für die Herstellung von Polymilchsäure (PLA) mit einer Produktionskapazität von 60.000 Jahrestonnen errichten. Die Anlage basiert auf der Technologie des Berliner Unternehmens ´Uhde Inventa-Fischer GmbH´. Die Produktionsanlage wird in der zweiten Jahreshälfte 2009 den Betrieb aufnehmen. "Wir möchten mit dem Bau der ersten PLA-Anlage in Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Marktes für Biopolymere leisten", so Geschäftsführer Bernd Merzenich. In Zusammenarbeit mit dem ´Fraunhofer Institut für angewandte Polymerforschung´ in Golm will ´Pyramid Bioplastics´ außerdem neue Biokunststoff-Anwendungen erforschen. Bereits im Frühjahr dieses Jahres hat die ´BASF SE´ den Bau einer neuen Produktionsanlage in Ludwigshafen gemeldet. Dort soll ab 2010 die Produktion des bioabbaubaren Kunststoffs ‚Ecoflex’ mit einer Jahreskapazität von 60.000 Tonnen starten. Durch diesen Schritt wird die Produktionskapazität für ´Ecoflex´ von derzeit 14.000 auf 74.000 Tonnen pro Jahr erhöht. Vervierfachung der globalen Produktionskapazitäten von Biokunststoffen Deutschland gehört zu den weltweit stärksten Standorten der Biokunststoffindustrie. Technologie- und Marktentwicklung werden durch Forschungsmaßnahmen, Investitionshilfen und gesetzliche Regelungen zielgerichtet gefördert. Die in Deutschland laut Verpackungsverordnung bis Ende 2012 zeitlich befristete Befreiung von den Rücknahmepflichten für nachweislich kompostierbare Kunststoffverpackungen sowie die Pfandpflichtbefreiung für zertifizierte Einweggetränkeflaschen aus Biokunststoff unterstützen den Aufbau von spezifischen Verwertungswegen und dienen der Markteinführung. "Solche Anreize helfen, die hohen Hürden für Innovationen zu verringern, so schafft man ein positives Klima für Investitionen", lobt Harald Kaeb, Vorstandsvorsitzender von ´European Bioplastics´ die verantwortlichen Politiker und Behörden. "Vergleichbare Initiativen wünschen wir uns auch auf europäischer Ebene und in anderen Mitgliedstaaten", sagt Kaeb mit Blick auf die vielfältigen Chancen der biologisch abbaubaren und biobasierten Materialien. Bis 2011 erwartet der Verband eine Vervierfachung der globalen Produktionskapazitäten von Biokunststoffen auf etwa 1,5 Millionen Tonnen. |
European Bioplastics e.V., Berlin
» insgesamt 91 News über "European Bioplastics" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Arburg: Standalone-Roboter mit eigener Steuerung
Spectrix + voestalpine: Additive Formeinsätze verkürzen Zykluszeit um 28 Prozent
Borouge: Kapazitätsausbau für mechanisch recycelte Polyolefine
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Amis: Zerkleinerungssysteme für Spritzguss- und Blasformabfälle
Ernst Jäger Kunststoffverpackung: Insolvenzverfahren nach Sanierung in Eigenverwaltung aufgehoben
Meist gelesen, 10 Tage
Leuna-Polyamid: Insolvenzverfahren eröffnet - Geordnete Stilllegung der Anlagen eingeleitet
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Westlake: Aus für PVC-Werk von Vinnolit in Köln
Ernst Jäger Kunststoffverpackung: Insolvenzverfahren nach Sanierung in Eigenverwaltung aufgehoben
Schleich: David Albert übernimmt die Unternehmensführung
Amis: Zerkleinerungssysteme für Spritzguss- und Blasformabfälle
Meist gelesen, 30 Tage
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Arburg: Mikro-Spritzgießen filigraner 0,002-Gramm-Bauteile
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Lotte Chemical: Übernahme der Engro Polymer & Chemicals
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Physikalischer Schaumspritzguss - Grundlagen für den industriellen Leichtbau
|