| 05.03.2009 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die PET-Preise haben nun auch in Europa wieder angezogen: In Westeuropa wird die Tonne nun um 40 Euro teurer verkauft als noch im Januar. Im Schnitt kostet PET in Westeuropa noch knapp unter 1000 Euro pro Tonne (free delivered), tiefere Preise waren ebenfalls zu hören. Bevorstehende Getränkesaison ist schon zu spüren Die Geschäfte laufen den Aussagen von PET-Produzenten und Preformherstellern zufolge für die Jahreszeit ganz normal. Die bevorstehende Getränkesaison sei bereits zu spüren, die Nachfrage auf gutem Niveau und die PET-Preise, die im Januar ihre Talsohle erreicht hatten, konnten im Februar um rund 40 Euro pro Tonne angehoben werden. Sowohl Produzenten als auch Verarbeiter von PET gehen davon aus, dass die Preise, nachdem sie nun wieder Boden gewonnen haben, im März weiter steigen werden. Diese Vermutung trägt wohl noch zusätzlich dazu bei, dass die Nachfrage im Moment gut ist, da möglichst viele Verarbeiter noch die derzeit günstigen Preise nutzen möchten, um ihre Lager zu füllen. Vorprodukte teurer geworden Nicht nur der PET-Preis, sondern auch die Vorprodukte haben angezogen: Monoethylenglykol (MEG) wird nun für 480 Euro pro Tonne verkauft (Januar: 460 Euro/Tonne), und Paraxylen kostet sogar 110 Euro pro Tonne mehr als im Vormonat und wird aktuell zu 610 Euro pro Tonne angeboten. Entscheidend: Die Betrachtung des gesamten Marktes Bei der Betrachtung des gesamten Marktes muss jedoch berücksichtigt werden, dass das Angebots- und Nachfragegefüge im Moment nur so reibungslos funktioniert, weil etliche PET-Produktionskapazitäten zum Teil seit vielen Monaten stillstehen. Ausserdem meldete Invista, dass das Produktionswerk in Offenbach/Deutschland mit einer Kapazität von 210.000 jato Ende März schliessen wird, nachdem es seit Monaten vergeblich zum Verkauf angeboten worden war. Verkauft soll auch das Equipolymers-Werk in Ottana/Italien werden, da es sich nicht rentiert (Kapazität 160.000 jato). Wie sich die Situation weiter entwickeln wird, ist nicht abzusehen, denn neue Kapazitäten drängen auf den Markt: Im Oman läuft die Produktion der neuen Anlagen an. Es heisst, die Gesamtproduktionskapazität soll dort rund 800.000 Tonnen pro Jahr betragen. Rund ein Drittel der neuen Anlagen soll bereits am Start sein, und als Zielmarkt wird vor allem Europa genannt. Kaum Nachfrage nach Rezyklat Verarbeiter berichten, dass sich beim Rezyklat gegenüber der letzten Recherche nichts geändert habe: Die Preisunterschiede zwischen PET-Rezyklat, das für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignet ist, und PET-Neuware sind so gering, dass ihre Kunden Preforms aus Neuware verlangen. Sobald die Preisunterschiede zwischen Rezyklat und Neuware wieder deutlicher werden, werde auch die Nachfrage nach Rezyklat wieder anziehen, sagte ein Preformhersteller gegenüber PETplanet pulse. PET-Preis in Asien steigt weiter Der Preis für PET aus Fernost entwickelt sich weiter nach oben: Im Moment kostet Ware aus Korea, Taiwan, China, Indien und South East Asia zwischen 1010 und 1025 US-Dollar pro Tonne (FOB). Im Dezember kostete Ware aus Korea 830 US-Dollar pro Tonne (FOB), im Januar lag der Preis für asiatisches PET zwischen 900 bis 920 US-Dollar pro Tonne (FOB). Der Rezyklatpreis bezieht sich auf rezykliertes PET, das höchsten Qualitätsstandards in Bezug auf Transparenz und Lebensmitteltauglichkeit entspricht. Diese Standards sind vor allem bei Mineralwasser sehr wichtig, da Konsumenten gerade bei Wasser äußerst empfindlich reagieren: Mineralwasser und auch die PET-Flaschen, in die es abgefüllt wird, müssen klar und rein aussehen, sonst wird das Wasser nicht gekauft. Quelle: Newsletter „petplanet pulse“, www.petpla.net ![]() Abonnenten der Fachzeitschrift „PETpla.net insider“ – Magazine for Bottlers and Bottle-Makers - erhalten eine ausführlichere Version dieses PET-Preisberichtes zwei Wochen vor Veröffentlichung im plasticker.de. Hier geht es zur Abo-Bestellung von „PETpla.net insider“. |
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