| 29.04.2009 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Eine durchgehende Produktqualitäts- und Prozessüberwachung ist in der Compoundierung noch selten anzutreffen. Viele inline und atline Prüfmethoden sind aufwändig oder gerade für kleine und mittelständische Unternehmen nicht erschwinglich. Dennoch sind eine gute Dokumentation und Überwachung des Prozesses erforderlich. Entsprechende Lösungsansätze werden in einem neuen Kooperationsprojekt für die Unternehmen erarbeitet werden. Es sollen vorzugsweise einfache und günstige Prüfmethoden eingesetzt werden, die jedoch qualitativ hochwertige Rückschlüsse auf die Qualität der Compounds und den Prozess zulassen. Viele Werksprüfzeugnisse von Compounds enthalten häufig nur Kennwerte für die Dichte oder Schmelzefließrate, da der Prüfaufwand für aussagefähigere Kenngrößen vor allem bei anwendungsspezifischen Compounds oder kleinen Chargengrößen gescheut wird. Jedoch ist die Aussagefähigkeit dieser Werte für die Qualität eines Compounds fragwürdig und nicht sehr aussagekräftig. Meist ist unbekannt, welche Messgenauigkeit vor allem hinsichtlich der finalen Werkstoffeigenschaften hinter diesen Werten steht und ob die empirischen Toleranzwerte angemessen sind. Dies ist aus Sicht des Kunden und Compoundeurs unbefriedigend. Daher möchte sich das SKZ (www.skz.de) dieser Problematik annehmen. Das Ziel dieses Verbundprojektes ist die Realisierung einer einfachen, kostengünstigen und dennoch aussagekräftigen Qualitäts- und Prozessüberwachung bei der Compoundierung. Hierzu sollen auf die bereits vorhandene Infrastruktur bei den Compoundeuren oder kostengünstige Prüfverfahren zurückgegriffen werden. Die Herstellung von Probekörpern sollte hierbei weitgehend vermieden werden. Diese Fragestellung ist auch für Spritzgießer interessant, da die Angaben der Compoundeure kritisch hinterfragt und überprüft werden können. Das Projekt möchte sich vor allem folgenden Schwerpunkten widmen: Welche Prüfverfahren stehen in den Unternehmen zur Verfügung oder sind kostengünstig implementierbar? Welche Aussagen und welche Genauigkeit liefern einfach generierbare Materialkennwerte? Welche Eigenschaften und Prozessdaten lassen Rückschlüsse auf relevante Werkstoffkennwerte zu? Eignet sich die Aufzeichnung der Druck- und Temperaturkennwerte bei entsprechender Auswertung zur Ableitung rheologischer oder weiterer Kennwerte in der industriellen Praxis? Wie können schädigende Verarbeitungseinflüsse erkannt werden? Welche Prüfverfahren eignen sich zur Warenein- und -ausgangskontrolle? Interessierte Industrieunternehmen können beim SKZ, Thomas Hochrein, Tel. (0931) 4104-447, T.Hochrein@skz.de weitere Informationen anfordern und sich noch bis Oktober 2009 beteiligen. Ein informatives Treffen ist am 15. September 2009 in Würzburg geplant. Kontakt: Dipl.-Phys. Thomas Hochrein Süddeutsches Kunststoff-Zentrum Friedrich-Bergius-Ring 22 97076 Würzburg Tel. +49 (0)931 4101-447 T.Hochrein@skz.de |
SKZ Süddeutsches Kunststoff-Zentrum, Würzburg
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