| 18.09.2009 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Inlandsverbrauch stieg 2008 / Geringer Importanteil Die 2008 ausgeschriebenen Infrastrukturprojekte gaben der Produktion von Kunststoffrohren in Griechenland Auftrieb. Seit Anfang des Jahres 2009 verschlechterten sich allerdings die Aussichten der Bauwirtschaft, die nach 2008 einen Rückgang des Bauvolumens um rund 26% verzeichnete. Wegen dieser Entwicklung sind die Erwartungen der Hersteller der Rohrindustrie für 2009 und 2010 trotz der zufrieden stellenden Entwicklung 2008 verhalten. Die Nachfrage des Sektors wird hauptsächlich durch inländische Produkte gedeckt, die Importabhängigkeit ist gering.Nur die öffentlichen Bauinvestitionen erhöhten sich um rund 30% im 1. Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und gaben dem Kunststoffrohresektor Anlass zu Optimismus. Die Nachfrage für Kunststoffrohre hängt unmittelbar mit der Entwicklung anderer Branchen, insbesondere dem Baugewerbe (öffentliche und private Bautätigkeit) und der Landwirtschaft (Landbewässerung), zusammen. Der Bedarf wird auch von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung und dem Investitionsklima beeinflusst. Der griechische Markt für Kunststoffrohre weist eine rege Produktionstätigkeit auf, die sich zwischen 2002 und 2008 um 3,8% jährlich erhöhte. Steife PVC-Rohre deckten 2008 rund 40% des Bedarfs des einheimischen Marktes ab, flexible 12% und Polyäthylenrohre 48%. Bis 2004 betraf der größte Teil des Kunststoffrohrmarktes in Griechenland steife PVC-Rohre, deren Anteil in den 1990er Jahren bis zu 60% betragen hatte. Die meisten der großen Produzenten sind gut organisierte und moderne Betriebe, die im In- und Ausland wettbewerbsfähig sind. Die Marktforschungsgesellschaft Icap SA untersuchte die Ergebnisse von 14 repräsentativen Herstellern. In den Jahren 2006 und 2007 erhöhte sich deren Umsatz um 8%, die Bruttogewinnspanne um 2%. Neben den vielen Herstellern unterschiedlicher Größe engagieren sich auch Import- und Handelsgesellschaften. Die Importeure vertreiben neben Rohren auch verschiedene verwandte Produkte, etwa aus der Heizungs- und Wassertechnik. Der Vertrieb von Kunststoffrohren erfolgt in der Regel direkt zwischen Herstellern und Endkunden, die zumeist öffentliche und private Bauträger sowie Bauunternehmen sind. Über den Großhandel wird nur ein geringer Teil umgesetzt. Die großen Unternehmen verfügen über gut organisierte Absatznetze mit Regionalvertretern und regionalen Vertriebsmitarbeitern. Angesichts ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit weist die Kunststoffrohrbranche eine beachtliche Ausfuhrtätigkeit auf. Zwischen 2002 und 2008 lag der Exportanteil an der Inlandsproduktion bei rund 12% jährlich, 2008 lag dieser Anteil mit rund 7% allerdings deutlich darunter. Die Hersteller gehen davon aus, dass 2009 und 2010 die Ausfuhren weiter nachlassen werden. Der griechische Bedarf wird hauptsächlich durch inländische Produkte gedeckt, die Importabhängigkeit ist gering. Im Zeitraum 1991 bis 2008 belief sich der Importanteil auf 4%. Einem weiteren Anstieg der Einfuhren stehen die hohen Transportkosten entgegen, da Rohre auf Grund ihrer Beschaffenheit viel Platz benötigen. Die Gesamtimporte der Branche beliefen sich 2008 nach Angaben des Statistischen Amtes ESYE auf 69,1 Mio. Euro, was gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 9,5% darstellt. Mit einer Zuwachsrate von 11,3% erhöhten sich die Einfuhren aus Deutschland noch deutlicher und erreichten 2008 etwa 19,6 Mio. Euro. In den einzelnen Produktpositionen entwickelten sich die Importe 2008 uneinheitlich, die Einfuhren aus Deutschland stiegen in den meisten Produktpositionen. Weiterführende Informationen |
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