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08.10.2009 | Lesedauer: ca. 3 Minuten    

Euromap: Kunststoff- und Gummimaschinen in Europa mit Hoffnung auf Aufschwung

"Die Abkühlung, die die europäischen Kunststoff- und Gummimaschinenhersteller anlässlich der EUROMAP Generalversammlung im Herbst vergangenen Jahres für 2009 kommen sahen, hat sich als kräftiger Einbruch erwiesen und hat die Branche viel stärker getroffen als damals noch erwartet" so Bernhard Merki (Bild), Präsident von EUROMAP (www.euromap.org), dem Europäischen Komitee der Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen.

Rückgang im Auftragseingang nach Rekordjahr 2008
Obwohl der Einbruch im Bestelleingang des vierten Quartals 2008 schon Spuren in den Jahresergebnissen einiger Mitgliedsländer hinterlassen hatte, war das Gesamtergebnis für den EUROMAP-Verbund für das Jahr 2008 noch positiv. Trotz bescheidener Zuwachsraten - ein Plus von 1,2% beim Produktionswert und von 1,5% bei den Ausfuhren - brachte das Jahr 2008 Rekordwerte.

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Während der Bereich Kernmaschinen sowie die Werkzeuge und Formen sich mit Zuwächsen von 1,0 bzw. 1,5% fast im Gleichklang entwickelten, verzeichneten die peripheren Ausrüstungen - mit dem üblichen Nachlauf - noch einen Zuwachs um 4,1%. Bei den Flexodruckmaschinen ging der Produktionswert schon um 7,0% zurück.

Der Anteil EUROMAPs am Weltmarkt lag bei der Produktion erneut jenseits der 50% -Marke und stieg beim Export - gemessen an einem rückläufigen Weltexportvolumen - auf einen Spitzenwert von 57%.

Alle Anwendungsbereiche stark betroffen
"Bis zum Herbst 2009 ist der Auftragseingang für Kunststoff- und Gummimaschinen in allen Mitgliedsländern des europäischen Verbandes dramatisch zurück gefallen. Die Kapazitätsauslastung ist gegenüber dem Vorjahr stark abgesunken" erklärt Merki.

In ganz Europa war der Bestellrückgang aus der Automobilzulieferindustrie besonders stark spürbar. Die nationalen Abwrackprämien haben vorübergehend das Schlimmste verhindert. Die Nachfrage aus der Bauindustrie war schwach - ausgenommen das Geschäft mit Isolierungen. Auch die Verpackungsbranche war betroffen, wobei sich konsumnahe Verpackungen noch besser als das Geschäft mit industriellen Verpackungen entwickelten. Anwendungen in der Medizintechnik erwiesen sich als ein kontinuierlich wachsendes Einsatzfeld für Kunststoffe.

Exportlieferungen aus Europa fallen um 35 Prozent
Die Mehrzahl der Absatzmärkte für europäischen Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen zeigte Nachfrage-Schwächen. Während des ersten Halbjahres 2009 gingen die Lieferungen nach Osteuropa, nach Nordamerika und Lateinamerika gleichzeitig und in großem Umfang zurück, die Nachfrage von Kunden in den asiatischen Märkten konnte den Rückgang nicht wettmachen. Die amtlichen Statistiken in Deutschland und Italien weisen für diesen Zeitraum einen Rückgang beim Export von Kunststoff- und Gummimaschinen in Höhe von 35% aus.

Rückgang von 30 Prozent bei Kernmaschinen erwartet
Für die Gesamtproduktion erwartet EUROMAP einen Rückgang von rund 22% für 2009; damit sinkt der Produktionswert auf ungefähr 13,6 Mrd. Euro.

"Den stärksten Einbruch erwarten die Mitgliedsländer mit etwa 30% im Kernmaschinenbereich; dieser Sektor hält mit 62,7% auch den größten Anteil am Gesamtwert" so Merki.

Prognose: Aufschwung im Auftragseingang zur K 2010 erwartet
Der europäische Verband geht davon aus, dass der Rückgang im Bestelleingang nun seinen Tiefpunkt erreicht hat. Das Geschäftsklima und die Erwartungen in der Kunststoff- und Kautschuk verarbeitenden Industrie haben sich zuletzt verbessert. "Die Nachfrage nach Kunststoff- und Gummimaschinen scheint langsam wieder zuzunehmen - allerdings sind Finanzierungen ein Hindernis. Die Industrie erwartet spätestens bis zur K´2010 wieder einen positiven Trend" erklärte Merki.

Europäisches Komitee der Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen, Frankfurt am Main

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