| 16.01.2026, 10:12 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() Steinert UniSort PR EVO 5.0 sortiert bei Cirrec PET-Schalen mit Sensorfusion und KI nach lebensmittelspezifischen Qualitätskriterien. - (Bild: Steinert) Die regulatorische Vorgabe erlaubt ausschließlich den Wiedereinsatz von Kunststoffverpackungen, die zuvor bereits im Lebensmittelkontakt standen. Optisch ähnliche, jedoch nicht lebensmitteltaugliche PET-Anwendungen – etwa Blisterverpackungen für Non-Food-Produkte – müssen zuverlässig ausgeschlossen werden. Da sich diese Materialien chemisch kaum unterscheiden lassen, stoßen konventionelle NIR-Sortiersysteme an ihre Grenzen. Cirrec setzt daher auf eine KI-gestützte Sensorfusionstechnologie von Steinert. Zum Einsatz kommen drei UniSort PR EVO 5.0-Sortiersysteme, die jedes einzelne Objekt analysieren. Eine hyperspektrale NIR-Kamera erfasst die chemischen Eigenschaften des Materials, während eine Farbkamera gleichzeitig visuelle Merkmale wie Form, Bedruckung und Oberflächenstruktur erkennt. Beide Sensoren erfassen synchron denselben Materialpunkt, was eine hohe Datenqualität für die KI-Auswertung ermöglichen soll. Auf Basis dieser Daten arbeitet der Steinert Intelligent Object.Identifier (IOI), ein KI-basiertes Sortierprogramm, das speziell auf die Erkennung von Lebensmittelverpackungen trainiert wurde. Das System identifiziert charakteristische Merkmale typischer Food-Trays und erreicht Sortierreinheiten von über 95 Prozent. Damit werde die Voraussetzung für die nachfolgenden Aufbereitungsschritte geschaffen. Der Gesamtprozess umfasst nach der Anlieferung der Ballen zunächst die Abscheidung von Eisen- und Nichteisenmetallen mittels Überbandmagnet und Wirbelstromscheider. Es folgt die optische Sortierung, anschließend das Mahlen, Waschen sowie die Weiterverarbeitung zu Flakes und Pellets. Das gewonnene Rezyklat wird innerhalb der Faerch Group zur Herstellung neuer Verpackungen eingesetzt, die im Durchschnitt einen Recyclinganteil von rund 70 Prozent aufweisen. Eine Lebenszyklusanalyse habe gezeigt, dass Tray-basiertes rPET gegenüber Neuware aus Virgin-PET um etwa 57 Prozent geringere CO₂-Emissionen verursacht. Cirrec sieht sich derzeit als weltweit einziger Betreiber, der Post-Consumer-PET-Trays im industriellen Maßstab zu lebensmitteltauglichem Material recycelt. Das Projekt soll belegen, dass ein geschlossenes Tray-to-Tray-Recycling für starre Lebensmittelverpackungen technisch umsetzbar ist, sofern die Sortiertechnologie die erforderliche Präzision erreicht. Die eingesetzte KI-Lösung sei dabei flexibel trainierbar und könne an veränderte Materialströme oder neue Verpackungsdesigns angepasst werden. Weitere Informationen: steinertglobal.com |
Steinert GmbH, Köln
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