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24.09.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Arburg: "Allrounder 475 V" kombiniert kompakten Aufbau mit 1.000 kN Schließkraft und automatisierter Dekorationstechnik

Eine Fertigungszelle rund um einen vertikalen Allrounder 475 V produziert hochwertige Funkschlüssel-Cover aus PC/ABS-Rezyklat in Kombination mit In-Mould-Decoration (IMD) - (Bilder: Arburg).
Eine Fertigungszelle rund um einen vertikalen Allrounder 475 V produziert hochwertige Funkschlüssel-Cover aus PC/ABS-Rezyklat in Kombination mit In-Mould-Decoration (IMD) - (Bilder: Arburg).
Arburg zeigt auf der Fakuma 2026 den vertikalen Spritzgießautomaten "Allrounder 475 V" mit 1.000 kN Schließkraft in einer vollautomatisierten Anwendung zum Umspritzen und Dekorieren eines Pkw-Funkschlüssel-Covers. Die Maschine ist für Standardanwendungen mit Einlegeteilen ausgelegt, unter anderem in E-Mobilität, Elektronik und Medizintechnik. Sie kann sowohl für manuelle als auch automatisierte Prozesse eingesetzt werden.

Der seit Frühjahr 2026 verfügbare "Allrounder 475 V" ist auf eine geringe Aufstellfläche ausgelegt und bietet zugleich Raum für größere Werkzeuge. Die Standard-Einbauhöhe beträgt 250 mm und kann optional um 100 oder 200 mm erweitert werden. Die Tischhöhe liegt bei 900 mm. Serienmäßig ist die Maschine mit der Arburg-Servohydraulik "ASH" ausgestattet. Nach Unternehmensangaben reduziert das System Leerlaufverluste und kann den spezifischen Energiebedarf gegenüber konventionellen hydraulischen Maschinen um bis zu 60 Prozent senken. Für die Bedienung kommt die Steuerung "Gestica lite" zum Einsatz.

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Im Werkzeug des vertikalen Allrounders 475 V wird die Dekorfolie mit einem PC/ABS-Rezyklat hinterspritzt.
Im Werkzeug des vertikalen Allrounders 475 V wird die Dekorfolie mit einem PC/ABS-Rezyklat hinterspritzt.
Als Demonstrator dient ein Funkschlüssel-Cover, dessen Gestaltung an den "Generic Keyfob" von Huf angelehnt ist. Verarbeitet wird ein Post-Industrial-Rezyklat auf Basis von PC/ABS. Für die Oberflächengestaltung kombiniert die Anwendung die "PLF"-Technologie von Leonhard Kurz für In-Mould-Decoration mit einem strukturierten Werkzeugeinsatz. Dabei wird eine dünne PET-Trägerfolie in das Werkzeug geführt und hinterspritzt. Die Dekoration liegt geschützt hinter der dauerhaft auf dem Bauteil verbleibenden PET-Schicht. Zusätzliche Schutzlacke sind nach Angaben der beteiligten Unternehmen nicht erforderlich.

Die hochwertige Oberfläche des Covers entsteht mittels IMD-Folientechnik und strukturiertem Werkzeugeinsatz. Das rechteckig ausgestanzte Spritzteil samt Folie wird in einer nachfolgenden Station in die passende Endkontur gefräst.
Die hochwertige Oberfläche des Covers entsteht mittels IMD-Folientechnik und strukturiertem Werkzeugeinsatz. Das rechteckig ausgestanzte Spritzteil samt Folie wird in einer nachfolgenden Station in die passende Endkontur gefräst.
Das Spritzgießwerkzeug stammt von Schöfer. Meusburger liefert die Normalien, Reichle die Strukturierung des Werkzeugeinsatzes und Witosa die Heißkanaltechnik. Im Werkzeug wird das Cover rechteckig ausgestanzt; überschüssige Folie wird anschließend innerhalb des Maschinenraums aufgerollt. Unterschiedliche Folienvarianten ermöglichen die Herstellung verschiedener Designs und Farben ohne grundlegende Änderung des Spritzgießprozesses.

Der neue vertikale Allrounder 475 V mit 1.000 kN Schließkraft ist laut Arburg energieeffizient, platzsparend, kostengünstig und flexibel für das Umspritzen von Einlegeteilen einsetzbar.
Der neue vertikale Allrounder 475 V mit 1.000 kN Schließkraft ist laut Arburg energieeffizient, platzsparend, kostengünstig und flexibel für das Umspritzen von Einlegeteilen einsetzbar.
Die Handhabung übernimmt ein Sechs-Achs-Roboter von Kuka. Nach der Entnahme aus dem Werkzeug wird das Bauteil in einer Laserstation mit einem Code beschriftet. Anschließend führt der Roboter das Teil durch eine Frässtation, in der überschüssige Folie entfernt und die Endkontur erzeugt wird. Nach einer Reinigungsstation wird das Cover auf ein Förderband abgelegt und aus der Fertigungszelle ausgeschleust. Alternativ lässt sich der "Allrounder 475 V" auch mit linearen Robot-Systemen automatisieren.

Die Anwendung bindet zudem die Initiative "R-Cycle" ein. Über den Code auf dem Bauteil lassen sich recyclingrelevante Informationen wie die Materialzusammensetzung bereitstellen. Damit demonstriert die Fertigungszelle die Verknüpfung von Spritzgießprozess, Oberflächendekoration, automatisierter Nachbearbeitung und digitaler Produktinformation für materialbezogene Kreislaufprozesse.

Webseiten der genannten Unternehmen:
Arburg: www.arburg.com
Huf: www.huf-group.com
Leonhard Kurz: www.kurz-world.com
Schöfer: www.schoefer.at
Meusburger: www.meusburger.com
Reichle: www.reichle.de
Witosa: www.witosa.de
Kuka: www.kuka.com

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A3, Stand 3101

Arburg GmbH + Co KG, Loßburg

» insgesamt 376 News über "Arburg" im News-Archiv gefunden

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