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28.09.2026, 07:48 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

BASF: Sondierungen für mögliche Evonik-Übernahme

BASF prüft eine Übernahme des Spezialchemiekonzerns Evonik. Der Ludwigshafener Chemiekonzern hat inzwischen offiziell bestätigt, dass er mit Evonik und dessen Großaktionärin RAG-Stiftung Sondierungen über eine mögliche Übernahme führt. „Fortgang und Ausgang der Sondierungen sind gegenwärtig offen“, teilte BASF am Freitag mit.

Damit bestätigte BASF Berichte, wonach sich der Konzern mit einer der größten Transaktionen der jüngeren deutschen Chemiegeschichte beschäftigt. BASF erklärte, im Rahmen seiner Unternehmensstrategie fortlaufend Akquisitionen zu prüfen, die das Kerngeschäft stärken, einen hohen strategischen Fit aufweisen sowie profitables Wachstum und Wertsteigerung ermöglichen. Über weitere Entwicklungen wolle das Unternehmen entsprechend den regulatorischen Vorgaben informieren.

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Auch die RAG-Stiftung bestätigte offiziell, von BASF im Hinblick auf ein mögliches freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für Evonik angesprochen worden zu sein. Die Stiftung hält derzeit rund 43,8 Prozent der Evonik-Aktien und ist damit mit Abstand größter Anteilseigner des Essener Spezialchemiekonzerns.

Evonik selbst hatte zuvor mitgeteilt, eine unverbindliche Ansprache von BASF erhalten zu haben. Diese sei auf ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Evonik-Aktien gerichtet. Zugleich erklärte Evonik, dass derzeit keine Gespräche stattfänden. Die BASF-Mitteilung spricht dagegen ausdrücklich von Sondierungen mit Evonik und der RAG-Stiftung.

Auslöser der öffentlichen Diskussion waren zunächst Berichte der „Financial Times“ und von Bloomberg. Nach diesen Informationen beschäftigt sich BASF bereits seit mehreren Monaten mit einer möglichen Transaktion und hat dafür auch Berater eingeschaltet. Reuters berichtete ebenfalls über die Kontakte.

An der Börse lösten die Übernahmepläne am Freitag deutliche Kursbewegungen aus. Evonik-Aktien legten nach Bekanntwerden des Interesses um mehr als neun Prozent zu, während BASF-Papiere rund zwei Prozent verloren.

Eine mögliche Übernahme würde zwei der größten deutschen Chemiekonzerne zusammenführen. BASF erzielte 2025 weltweit einen Umsatz von rund 60 Milliarden Euro und beschäftigt etwa 95.000 Mitarbeiter.

Evonik befindet sich zugleich mitten in einem umfassenden Umbau. Erst wenige Tage vor Bekanntwerden der BASF-Sondierungen hatte der Konzern seine Wachstums- und Restrukturierungsstrategie verschärft. Im Rahmen des Programms „Evonik Tailor Made“ sollen weltweit weitere 3.200 Stellen wegfallen, davon rund 2.150 in Deutschland. Ziel ist es, die Kostenbasis zu senken und finanziellen Spielraum für Investitionen zu schaffen.

Ob BASF tatsächlich ein verbindliches Übernahmeangebot für Evonik vorlegen wird und zu welcher Bewertung eine mögliche Transaktion erfolgen könnte, ist weiterhin offen. Bislang befinden sich die Parteien nach offizieller Darstellung in einer frühen Sondierungsphase.

Weitere Informationen: basf.com, www.evonik.com, www.rag-stiftung.de

Quelle: BASF SE, RAG-Stiftung, Evonik Industries AG, Reuters, Financial Times, Bloomberg

BASF SE, Ludwigshafen

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