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14.10.2026, 11:11 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Incoe: Lokale variotherme Werkzeugtemperierung soll sichtbare Bindenähte verhindern

Variotherme Temperierung auf den Punkt: Beheizte Stempel verhindern durch Wärme-Impulse sichtbare Bindenähte am Formteil - (Bild: Incoe).
Variotherme Temperierung auf den Punkt: Beheizte Stempel verhindern durch Wärme-Impulse sichtbare Bindenähte am Formteil - (Bild: Incoe).
Der Heißkanalhersteller Incoe hat mit "Heat-Inject" eine punktuelle variotherme Temperierung für Spritzgießwerkzeuge im Programm. Das System soll verhindern, dass sich Bindenähte als Kerben an der Oberfläche von Formteilen abzeichnen. Solche Bindenähte entstehen, wenn getrennte Schmelzefronten im Formnest aufeinandertreffen. Ihre Entstehung wird durch das Verfahren nicht verhindert; beeinflusst wird die Oberflächenausbildung im Bereich des Zusammenflusses.

Kurzzeitige Erwärmung der Werkzeugoberfläche
Dazu drückt das System einen beheizten Temperierstempel von der Rückseite kurzzeitig gegen die Kavitätswand. Der Stempel überträgt einen lokal begrenzten Wärmeimpuls, der die Werkzeugoberfläche im betreffenden Bereich während des Zusammenfließens der Schmelze erwärmt. Die zeitlich abgestimmte Temperaturerhöhung soll verhindern, dass sich an der Bindenaht eine sichtbare Oberflächenkerbe ausbildet.

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Da nur eine geringe Wärmemenge eingebracht wird, kann diese nach dem Impuls über die Werkzeugplatte abgeführt werden. Nach Angaben des Unternehmens bleibt der Wärmehaushalt des Werkzeugs weitgehend unverändert; der übrige Spritzgießprozess soll nicht beeinträchtigt werden. Die Temperierung konzentriert sich damit auf die Stellen, an denen optische Oberflächendefekte auftreten können.

Einbindung in die Heißkanaltechnik
"Heat-Inject" wird sowohl als vormontierte Einheit am Heißkanalsystem als auch als separate Modulbaugruppe angeboten. Die gezielte Erwärmung ist insbesondere für Formteile relevant, bei denen zusammenlaufende Schmelzefronten sichtbare Oberflächenmarkierungen verursachen.

Incoe entwickelt und fertigt seit 1958 Heißkanalsysteme für die Kunststoffspritzgießverarbeitung. Die europäische Niederlassung besteht seit 1975. Das Unternehmen verfügt über Fertigungsstandorte in den USA, Brasilien, Deutschland, Singapur und China sowie ein Servicenetz in mehr als 45 Ländern. Zu den Anwendungsfeldern gehören unter anderem Automobiltechnik, Elektronik, Verpackungen, Medizintechnik und Haushaltswaren.

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A2, Stand 2210

Weitere Informationen: www.incoe.com

Incoe, USA + Incoe International Europe, Rödermark

» insgesamt 36 News über "Incoe International Europe" im News-Archiv gefunden

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