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28.10.2026, 07:33 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten    

BASF: Umsatz- und Ergebniszuwachs im dritten Quartal 2026 – Jahresprognose angehoben

Der Chemiekonzern BASF hat seinen Umsatz im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 16,4 Mrd. Euro gesteigert (Q3 2025: 14,3 Mrd. Euro). Maßgeblich waren um 12 Prozent gestiegene Verkaufspreise und ein Mengenwachstum von 2 Prozent. Positive Währungseffekte, insbesondere durch den US-Dollar und den chinesischen Renminbi, unterstützten die Entwicklung.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 213 Mio. Euro beziehungsweise 15 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen blieb mit 10,0 Prozent auf Vorjahresniveau. Das EBITDA einschließlich Sondereinflüssen lag bei 1,2 Mrd. Euro und damit ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahresquartals.

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Unterschiedliche Entwicklung in den Geschäftssegmenten
Zum Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen trugen vor allem die Segmente "Chemicals", "Materials", "Industrial Solutions" sowie "Nutrition & Care" bei. Rückläufige Ergebnisse in "Agricultural Solutions" und "Surface Technologies" wurden dadurch mehr als ausgeglichen. Deutliche Preisanstiege verzeichneten "Chemicals", "Materials", "Surface Technologies" und "Industrial Solutions". Die Absatzmengen stiegen insbesondere in "Chemicals" und "Nutrition & Care", während sie in "Agricultural Solutions" deutlich zurückgingen.

Restrukturierung und Wertberichtigungen belasten das EBIT
Das EBITDA wurde durch Sondereinflüsse von insgesamt minus 437 Mio. Euro belastet. Diese entfielen insbesondere auf Restrukturierungsaufwendungen am Standort Ludwigshafen und einen Vergleich zur Beilegung eines Rechtsstreits im Unternehmensbereich "Care Chemicals". Das EBIT sank von 232 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf minus 98 Mio. Euro. Die Abschreibungen stiegen auf 1,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 976 Mio. Euro). Darin enthalten war eine Wertberichtigung von 318 Mio. Euro im Bereich "Monomers".

Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen ging von 172 Mio. auf 155 Mio. Euro zurück. Das Ergebnis je Aktie betrug 0,18 Euro nach 0,19 Euro im Vorjahresquartal. Bereinigt um Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte stieg es von 0,52 auf 0,72 Euro.

Free Cashflow steigt trotz höherer Mittelbindung
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sank um 275 Mio. Euro auf 1,1 Mrd. Euro. Hauptgrund war eine Mittelbindung in den Vorräten von 507 Mio. Euro, vor allem infolge gestiegener Rohstoffpreise. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verbesserte sich von minus 767 Mio. auf minus 89 Mio. Euro. Dazu trugen Erlöse von 434 Mio. Euro aus dem Verkauf von Anteilen an Harbour Energy sowie um 401 Mio. Euro verringerte Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte bei. Letzteres hing unter anderem mit niedrigeren Investitionsauszahlungen für den Verbundstandort Zhanjiang in China zusammen. Der Free Cashflow erhöhte sich um 125 Mio. Euro auf 523 Mio. Euro.

Ergebnisprognose für 2026 angehoben
BASF erwartet für das Gesamtjahr 2026 nun ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 7,4 bis 7,8 Mrd. Euro statt bisher 6,9 bis 7,7 Mrd. Euro. Die Prognose für den Free Cashflow bleibt mit 1,5 bis 2,3 Mrd. Euro unverändert. Auch die Prognose für die CO₂-Emissionen von 17,2 bis 18,2 Mio. Tonnen bleibt unverändert.

Seinen Planungen legt der Konzern weiterhin ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,5 Prozent, der Industrieproduktion von 2,0 Prozent und der Chemieproduktion von 1,8 Prozent zugrunde. Weitere Annahmen sind ein durchschnittlicher Wechselkurs von 1,17 US-Dollar je Euro und ein Brent-Ölpreis von 80 US-Dollar je Barrel. Auf anhaltende geopolitische und konjunkturelle Unsicherheiten weist das Unternehmen weiterhin hin.

Weitere Informationen: basf.com, www.harbourenergy.com

BASF SE, Ludwigshafen

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