| 30.10.2026, 07:40 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Volkswagen hat am Standort Zwickau seine erste industrielle Demontagelinie für Fahrzeuge in Betrieb genommen. Damit will der Automobilkonzern die Wiederverwendung von Bauteilen und die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe aus Altfahrzeugen vorantreiben. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Recycling von Kunststoffen, die künftig verstärkt in die Neuwagenproduktion zurückgeführt werden sollen. Die am 28. Oktober 2026 eröffnete Demontagelinie umfasst acht Stationen und ist zunächst für Vorserienfahrzeuge sowie perspektivisch für Altfahrzeuge vorgesehen. Ab 2027 sollen dort im Zweischichtbetrieb jährlich rund 4.100 Fahrzeuge zerlegt werden. Dafür wurden bereits 100 Beschäftigte umgeschult. Bis 2030 plant Volkswagen, die Kapazität schrittweise auf bis zu 15.000 Fahrzeuge pro Jahr auszubauen. Kunststoffrezyklate für die Neuwagenproduktion Ein wesentliches Ziel des Projekts ist die möglichst sortenreine Trennung und Rückgewinnung von Materialien. Neben der Wiederverwendung funktionsfähiger Fahrzeugkomponenten sollen insbesondere Kunststoffe und andere Rohstoffe wieder in industrielle Materialkreisläufe gelangen. Nach Angaben von Volkswagen könnten die aus einem Altfahrzeug zurückgewonnenen Kunststoffe perspektivisch für den Einsatz in drei Neuwagen ausreichen. Der Konzern verweist in diesem Zusammenhang auch auf die ab 2032 vorgesehenen europäischen Rezyklatquoten für Kunststoffe und weitere Rohstoffe. Um entsprechende Materialkreisläufe wirtschaftlich umzusetzen, seien skalierbare industrielle Demontageprozesse erforderlich. Neben der Rohstoffrückgewinnung baut Volkswagen das Geschäft mit gebrauchten Originalteilen aus. Besonders gefragt sind nach Unternehmensangaben Karosseriekomponenten wie Türen und Stoßfänger sowie Motoren und Getriebebauteile. Entsprechende Gebrauchtteile aus Zwickau werden bereits seit Juli 2026 vermarktet. Bis zu 90 Millionen Euro Investitionen geplant Volkswagen will in den kommenden Jahren bis zu 90 Millionen Euro in den Aufbau der Kreislaufwirtschaft am Standort Zwickau investieren. Der Freistaat Sachsen unterstützt das Gesamtprojekt mit Fördermitteln von bis zu 10,7 Millionen Euro. Zwickau übernimmt dabei die Funktion eines konzernweiten Kompetenzzentrums für Kreislaufwirtschaft. Dort sollen Demontage- und Recyclingprozesse weiterentwickelt, standardisiert und für weitere Standorte nutzbar gemacht werden. Langfristig plant Volkswagen den Aufbau eines europäischen Partnernetzwerks, um die Rückgewinnung von Rohstoffen und die Wiederverwendung von Komponenten industriell auszuweiten. Weitere Informationen: www.volkswagen.de |
Volkswagen AG, Wolfsburg
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