| 02.11.2026, 08:08 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Autoneum Holding AG mit Sitz in Winterthur (Schweiz) hat eine Vereinbarung zur Übernahme der französischen Trèves-Gruppe geschlossen. Der anfängliche Kaufpreis liegt bei rund 40 Mio. Euro und kann sich durch erfolgsabhängige Zahlungen um bis zu 24 Mio. Euro erhöhen. Der Abschluss ist für Anfang des ersten Quartals 2027 vorgesehen. Voraussetzung sind die Konsultation der zuständigen Arbeitnehmervertretungen von Trèves sowie die üblichen behördlichen Genehmigungen. Trèves entwickelt und produziert Akustik- und Wärmedämmlösungen sowie Komponenten für den Fahrzeuginnenraum und den Kofferraum. Die Gruppe erzielte 2025 einen Umsatz von rund 720 Mio. Euro und beschäftigt mehr als 4.600 Mitarbeitende an 26 Produktionsstandorten in 15 Ländern. Autoneum ist auf Akustik- und Wärmemanagement für Pkw und Nutzfahrzeuge spezialisiert und verfügt über mehr als 77 Produktionsstätten in 25 Ländern mit rund 16.400 Beschäftigten. Für das kombinierte Unternehmen erwartet Autoneum im Geschäftsjahr 2026 einen Pro-forma-Umsatz von mehr als 2,9 Mrd. Schweizer Franken. Kaufpreis und Finanzierung Der anfängliche Kaufpreis von rund 40 Mio. Euro soll überwiegend durch neu ausgegebene Aktien aus dem bestehenden Kapitalband der Autoneum Holding AG beglichen werden. Der Baranteil beträgt etwa 7,5 Mio. Euro; die ausgegebenen Aktien unterliegen einer dreijährigen Sperrfrist. Ein zusätzlicher Kaufpreis von maximal 24 Mio. Euro ist von EBITDA-Verbesserungen und realisierten Synergien bis 2029 abhängig. Die Gesamtgegenleistung ist auf 64 Mio. Euro begrenzt. Unter Einrechnung der erwarteten Synergien beziffert Autoneum das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA auf rund 3,1. Zur Finanzierung des laufenden Geschäfts von Trèves, zur Ablösung bestehender Bankverbindlichkeiten und zur Bereitstellung von Betriebskapital steht eine zugesagte, unbesicherte Kreditfazilität über 200 Mio. Schweizer Franken mit Laufzeit bis Dezember 2029 bereit. Beim Vollzug rechnet Autoneum mit einem Pro-forma-Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA von etwa 2,0. Mittelfristig soll dieser Wert auf unter 1,5 sinken. Ab 2028 wird ein positiver Beitrag zum Ergebnis je Aktie erwartet. Restrukturierung und Integration Für 2027 und 2028 veranschlagt Autoneum Restrukturierungsaufwendungen von insgesamt rund 60 Mio. Schweizer Franken. Ab 2029 sollen jährlich wiederkehrende Synergien von mehr als 50 Mio. Schweizer Franken erreicht werden. Geplant sind insbesondere die Optimierung des Produktionsnetzwerks, Einsparungen im Einkauf sowie geringere Vertriebs- und Verwaltungskosten. Nach dem Vollzug soll Trèves in die bestehende Konzernorganisation integriert werden. Im Mittelpunkt stehen die Abstimmung des europäischen Produktionsnetzes, eine höhere Auslastung der Werke und die stärkere konzerninterne Beschaffung durch vertikal integrierte Fertigung. Zugleich erweitert die Übernahme die Präsenz von Autoneum unter anderem in Marokko, Rumänien und Brasilien. Investitionen in nachhaltige Materialien und Technologien für Elektrofahrzeuge sollen dadurch unterstützt werden; konkrete Vorhaben werden nicht genannt. Die bisherige Strategie "Level-Up" soll beibehalten werden. Autoneum bestätigt seine mittelfristigen Profitabilitätsziele, will die übrigen mittelfristigen Zielgrößen aber nach dem Vollzug überprüfen. Der Trèves-Miteigentümer Fonds Avenir Automobile soll einen Kandidaten für die Wahl in den Verwaltungsrat von Autoneum auf der nächsten Generalversammlung stellen. Weitere Informationen: www.autoneum.com/de, www.treves-group.com |
Autoneum Management AG, Winterthur, Schweiz
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