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06.11.2026, 09:05 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Borouge: Ausbauprojekte sollen Kapazität bis 2030 auf 13,8 Millionen Tonnen erhöhen

Borouge International plant, seine jährliche Produktionskapazität an weltweit 30 Standorten bis 2030 auf 13,8 Millionen Tonnen zu steigern. Im Mittelpunkt stehen Erweiterungen der Ethylenproduktion in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sowie Investitionen in Polyethylen- und Polypropylenanlagen in den VAE und Europa. Das Unternehmen gab am 4. November 2026 Fortschritte bei mehreren Projekten bekannt.

Cracker-Ausbau in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Für die zweite Ethan-Crackeranlage EU2 bereitet Borouge International die Verträge für Engineering, Beschaffung und Bau (EPC) vor. Die Produktionskapazität für Ethylen soll um 230.000 Tonnen jährlich steigen. Linde Engineering, Lizenzgeber der bestehenden Anlage und bereits mit der Front-End-Engineering- und Design-Phase (FEED) der Erweiterung befasst, hat 2026 mit den vorbereitenden Engineering-Leistungen begonnen.

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Für die dritte Ethan-Crackeranlage EU3 erhielt Linde Engineering einen Letter of Award für die Vorplanung (Pre-FEED). Das durch die geplante Erweiterung zusätzlich erzeugte Ethylen soll als Basischemikalie vermarktet werden. Angaben zur Höhe der zusätzlichen Kapazität und zum Zeitplan machte Borouge International nicht.

Ebenfalls in den VAE läuft das Ausbauprojekt "Borouge 4" am Standort Ruwais. Es befindet sich im gemeinsamen Eigentum von Adnoc und OMV und wird von Borouge plc betrieben. Nach vollständigem Hochlauf sind dort zusätzliche 1,4 Millionen Tonnen Polyethylen pro Jahr vorgesehen.

Propylenausbau und Polypropylenprojekte in Europa
Die zweite Propandehydrierungsanlage (PDH2) in Kallo, Belgien, mit einer Nennkapazität von rund 750.000 Tonnen pro Jahr hat die mechanische Fertigstellung erreicht. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2027 geplant. Mit der Anlage soll die Produktion von Propylen als Ausgangsstoff für Polypropylen erweitert werden.

In Burghausen begann im September 2026 der Bau der Polypropylenanlage auf Basis der Technologie "Borstar Nextension". Das Projekt soll die kommerziell verfügbare Produktionskapazität am Standort erhöhen; eine konkrete zusätzliche Jahresmenge wurde nicht genannt. Am österreichischen Standort Schwechat wurde zudem eine Anlage zur Compoundierung von Spezial-Polypropylen eröffnet. Nach Unternehmensangaben flossen rund 100 Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung des Standorts.

Die Maßnahmen betreffen sowohl die Herstellung der Monomere Ethylen und Propylen als auch deren Weiterverarbeitung zu Polyethylen und Polypropylen. Während bei EU2 und EU3 noch Planungs- und Vertragsphasen laufen, sind die Projekte in Kallo und Schwechat weiter fortgeschritten.

Weitere Informationen: www.borougeinternational.com

Borouge Group International AG, Wien, Österreich

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