| 06.11.2026, 06:14 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Warema Group plant bei ihrer Tochtergesellschaft Warema Kunststofftechnik und Maschinenbau GmbH in Marktheidenfeld den Abbau von 80 Arbeitsplätzen. Als Gründe nennt das Unternehmen einen längerfristigen Auftragsrückgang und zunehmenden internationalen Wettbewerbsdruck. Die IG Metall fordert einen verbindlichen Zukunftsplan für den Standort. Die Warema Kunststofftechnik und Maschinenbau GmbH befindet sich nach Angaben der Unternehmensleitung in einer strukturellen Krise. Wie eine Sprecherin der Warema Group gegenüber dem Nachrichtenportal „inFranken.de“ erklärte, sei das Auftragsniveau über mehrere Jahre hinweg gesunken und zugleich zunehmend schwankungsanfällig geworden. Insbesondere das Automobilgeschäft sowie der Formen- und Maschinenbau stünden unter erheblichem internationalem Kosten- und Wettbewerbsdruck. Die bestehenden Kapazitäten und Kostenstrukturen entsprächen deshalb nicht mehr dem aktuellen und künftig erwarteten Marktvolumen. Um das Unternehmen wirtschaftlich zu stabilisieren und seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, sei eine grundlegende Neuaufstellung erforderlich. Dazu gehörten neben weiteren Kostensenkungsmaßnahmen auch organisatorische Anpassungen und der geplante Abbau von 80 Stellen. Von den Maßnahmen betroffen ist ausschließlich die Warema Kunststofftechnik und Maschinenbau GmbH. Die Warema Renkhoff SE und das Sonnenschutzgeschäft der Unternehmensgruppe sind nach Angaben der Sprecherin nicht betroffen. Die konkrete Umsetzung des Stellenabbaus wird derzeit mit dem Betriebsrat und der IG Metall erörtert. Nach Unternehmensangaben sollen die Veränderungen möglichst sozialverträglich gestaltet und betriebsbedingte Kündigungen auf ein Minimum begrenzt werden. Wie die „Main-Post“ zuvor berichtete, hofft Warema-Vorstandsvorsitzende Angelique Renkhoff-Mücke, möglichst viele Betroffene innerhalb der Unternehmensgruppe anderweitig weiterbeschäftigen zu können. Welche Arbeitsplätze konkret wegfallen, soll noch bis Ende 2026 entschieden werden. Die IG Metall Würzburg kritisiert die angekündigten Maßnahmen. Die Gewerkschaft erkennt die wirtschaftlichen Herausforderungen zwar an, hält einen reinen Personalabbau jedoch nicht für eine tragfähige Zukunftsstrategie. Sie fordert verbindliche Vereinbarungen zu künftigen Geschäftsfeldern, Investitionen, Qualifizierung und Beschäftigungssicherung. Am 2. November 2026 beteiligten sich nach Angaben der IG Metall Bayern rund 500 Beschäftigte an einer Warnstreikkundgebung in Marktheidenfeld. Im Mittelpunkt standen die laufenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie. Nach Medienberichten wurde dabei auch der angekündigte Stellenabbau bei Warema Kunststofftechnik thematisiert. Für den 5. November hatte die IG Metall Würzburg Beratungen mit ihren Mitgliedern über die Situation und die weitere Vorgehensweise angekündigt. Ergebnisse lagen zunächst nicht vor. Die Warema Kunststofftechnik und Maschinenbau GmbH entwickelt und produziert unter anderem Kunststoffspritzgussteile und Baugruppen für die Automobilindustrie, die Medizintechnik und weitere Industriebereiche. Das Leistungsspektrum umfasst Kunststoffverarbeitung, Formenbau, Sondermaschinenbau, Reinraumfertigung, Oberflächentechnik und Montage. Nach Angaben auf der Unternehmenswebsite beschäftigt Warema Kunststofftechnik mehr als 260 Mitarbeiter am Standort Marktheidenfeld sowie über 190 weitere Beschäftigte in Ungarn. Weitere Informationen: |
Warema Kunststofftechnik und Maschinenbau GmbH, Marktheidenfeld
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