| 06.02.2012, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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WPC-Produkte auf PVC-Basis treffen seit einiger Zeit trotz des überwiegenden Einsatzes von polyolefinbasierten WPC-Produkten am Weltmarkt vor allem für Außenanwendungen auf wachsendes Interesse. Die Aufbereitungs- und Verarbeitungstechnologien hierfür können verfahrenstechnisch aus der PVC-Aufbereitung mit geringen Anpassungen übertragen werden. Allerdings treten bei der Aufbereitung von WPC-Dryblends in einem Heiz/Kühl-Mischer Probleme auf, die bei der klassischen Aufbereitung von PVC-Dryblends nicht existieren. Die einzelnen Mechanismen zur Beschreibung der Plastifiziervorgänge von PVC, der Migration der Additive ins PVC-Korn oder in die Holzpartikel sowie der Anbindung der Holzpartikel an das PVC-Korn sind bislang nicht genau bekannt. Je nach Feuchtegehalt der Holzpartikel und Effektivität der eingesetzten Aspirationsanlage zur Abfuhr der entweichenden Feuchtigkeit kann es zum Beispiel zur Bildung von Kondensaten und Agglomeraten im Kühlmischer sowie zur unzureichenden Anbindung von Holzpartikeln an das PVC-Korn kommen. Dies führt zu Inhomogenitäten in der Mischung, welche die Extrusion erschweren und die Anwendungseigenschaften negativ beeinflussen. Der Einfluss der Rezeptur, vor allem der Holzpartikelform und -größe sowie der Typ und der Anteil des Gleitmittels auf die Aufbereitung von WPC auf PVC-Basis in einem Heiz/Kühl-Mischer wurden daher in einem Kooperationsprojekt systematisch untersucht. Der Einfluss der Verfahrenstechnik (Mischerkonfiguration, Entgasung) und Prozessparameter (Temperatur, Drehzahl) auf die Mischgüte von WPC-Dryblends wurde dabei ebenso beleuchtet. Hierbei konnten sowohl rezeptur- als auch aufbereitungsbedingte Einflüsse identifiziert werden, welche Auswirkungen auf die WPC-Dryblendeigenschaften an sich, deren Verarbeitbarkeit und die fertigen WPC-Produkte haben. Weiterhin wurden Prüfmethoden zur schnellen Charakterisierung von WPC-Dryblends entwickelt und getestet. Basierend auf diesen Untersuchungen kann die Qualität der WPC-Dryblends verbessert werden. Das SKZ arbeitete in dieser Industriekooperation mit fünf namhaften Firmen (Chemson Polymer – Additive AG, J. Rettenmaier & Söhne GmbH + Co. KG, REHAU AG + Co., Schüco International KG, Zeppelin Reimelt GmbH) zusammen, welche die Ergebnisse der Untersuchungen bei der Herstellung bzw. Verarbeitung von WPC auf PVC-Basis direkt umsetzen können. Kontakt: c.hirt@skz.de Tel. 0931/4104 530 Weitere Informationen: www.skz.de |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
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