| 12.05.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Die heftige globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch die Kunststofferzeuger in Deutschland getroffen. Gemäß der Zahlen, die PlasticsEurope jetzt in Frankfurt vorlegte, wurden 2009 in Deutschland 17 Millionen Tonnen Kunststoff produziert, 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Einen derartigen Produktionseinbruch hat es nie zuvor gegeben. Auch der Umsatz ging mit minus 23,2 Prozent erheblich zurück. Er betrug 17,5 Milliarden Euro und wurde zu 39 Prozent im Inland und zu 61 Prozent im Ausland erzielt. Der Export verlor in der Menge 2009 gegenüber dem Vorjahr 16,7 Prozent, dem Wert nach gar 23,9 Prozent. Der Import ging mit minus 14,2 Prozent in der Menge und minus 28,1 Prozent im Wert ebenfalls stark zurück. Der Exportüberschuss lag bei rund 3,7 Millionen Tonnen und 6,3 Milliarden Euro. Wie der Vorsitzende von PlasticsEurope Deutschland e.V., Dr. Günter Hilken, erläuterte, habe das Jahr 2009 die Kunststofferzeuger vor zahlreiche Herausforderungen gestellt. "Es hat uns aber auch gezeigt, wo unsere Stärken liegen und wie wir diese für die Zukunft optimieren können", fuhr Hilken fort. Gemeinsam mit den Partnern der Wertschöpfungskette wolle man fortfahren, die Zukunft zu gestalten. Ein Vorteil sei, dass man aus einer relativen Position der Stärke agieren könne. Im globalen Wettbewerb um Innovation spielten die kunststofferzeugenden Unternehmen in Deutschland wie Europa gemeinsam mit den Partnern der Wertschöpfungskette eine bedeutende Rolle. Diese Innovationsfähigkeit müsse durch entsprechende Strukturen und Rahmenbedingungen seitens der Entscheider und Gesetzgeber weiter gefördert werden. Darüber hinaus sei Kunststoff ein Querschnittmaterial - ohne ihn würde der Stoff zur konkreten Umsetzung von Innovation oft fehlen. Kunststoff biete nachhaltige Lösungen und sei ein langfristiger Wachstumstreiber. Die Entwicklung im ersten und im bisherigen zweiten Quartal des laufenden Jahres war laut Hilken für die Kunststofferzeuger sehr ermutigend. Es bleibe nun abzuwarten, wie sich die Folgequartale entwickelten. Dann könne abschließend beurteilt werden, ob die Krise überwunden sei. "Wir glauben an den Wachstumspfad unserer Industrie, warnen aber vor übersteigertem Optimismus und vorschnellem Aktionismus", so Hilken. Weitere Informationen: www.plasticseurope.org Dateianhang zur Meldung: |
PlasticsEurope Deutschland e. V., Frankfurt am Main
» insgesamt 290 News über "PlasticsEurope" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
Polytives: Erweiterung des Prozessspielraums bei PMMA-Compounds
ifo: Geschäftsklimaindex im März gesunken
Argus Additive Plastics: Gründer Helmut Hirsch übergibt an die nächste Generation
GKV: Kunststoffverarbeiter melden flächendeckende Preisaufschläge und Force-Majeure-Erklärungen
Meist gelesen, 10 Tage
GKV: Kunststoffverarbeiter melden flächendeckende Preisaufschläge und Force-Majeure-Erklärungen
Craemer: Neue Windenergieanlage für Spritzgießwerk
Argus Additive Plastics: Gründer Helmut Hirsch übergibt an die nächste Generation
Lanxess: Preiserhöhung für Flammschutzmittel, Weichmacher und andere Spezialadditive
Forum Rezyklat: Neue Initiative fürs Polystyrol-Recycling – Neue Mitglieder
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
Meist gelesen, 30 Tage
BASF: Weltweite Preiserhöhungen für Kunststoffadditive
Herbold Meckesheim: Zweite PET-Waschanlage für Doğa PET erweitert Recyclingkapazität
GKV: Kunststoffverarbeiter melden flächendeckende Preisaufschläge und Force-Majeure-Erklärungen
Meist gelesen, 90 Tage
Aequita: Übernahme des europäischen Olefin- und Polyolefingeschäfts von Sabic
Vynova Wilhelmshaven: Geschäftsbetrieb stabilisiert – Investorenprozess gestartet
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Simulationsgestützte Bestimmung und Optimierung der Mischgüte in der Einschneckenextrusion
|