| 09.05.2023, 10:31 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Die ElringKlinger AG hat ihre Zahlen für das erste Quartal 2023 veröffentlicht. Der Konzern erzielte demnach Erlöse in Höhe von 487,7 Mio. EUR (Q1 2022: 434,6 Mio. EUR) und konnte seinen Umsatz somit um 12,2 % steigern. Währungseffekte hätten dabei mit 0,4 Mio. EUR oder 0,1 % so gut wie keine Rolle gespielt. Starkes Umsatzwachstum in Europa und Nordamerika Im ersten Quartal 2023 konnten die Umsatzerlöse insbesondere in den beiden stärksten Regionen des Konzerns erheblich gesteigert werden. In der Region "Übriges Europa" wies der Konzern mit 18,3 % eine Wachstumsrate aus, die über dem Konzerndurchschnitt von 12,2 % lag. Die Erlöse legten hier um 24,6 Mio. EUR auf 159,1 Mio. EUR (Q1 2022: 134,5 Mio. EUR) zu. In der Region Nordamerika wuchs der Umsatz im ersten Quartal 2023 um 23,1 % oder 24,0 Mio. EUR auf 127,7 Mio. EUR (Q1 2022: 103,7 Mio. EUR). In Deutschland konnte der Umsatz um 6,6 Mio. EUR oder 7,3 % auf 97,2 Mio. EUR (Q1 2022: 90,6 Mio. EUR) ebenfalls gesteigert werden. Bereinigte EBIT-Marge bei 5,4 % Bei deutlich gesteigertem Umsatz sowie hohen Materialpreisniveaus im Auftaktquartal 2023 konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) trotz der schwierigen Rahmenbedingungen um 10,8 Mio. EUR auf 53,6 Mio. EUR (Q1 2022: 42,8 Mio. EUR) gesteigert werden. Die Abschreibungen lagen mit 27,5 Mio. EUR leicht unterhalb des Vorjahresniveaus (Q1 2022: 28,6 Mio. EUR). Insgesamt erzielte der Konzern ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) von 26,4 Mio. EUR (Q1 2022: 15,0 Mio. EUR), was einer bereinigten EBIT-Marge von 5,4 % (Q1 2022: 3,5 %) entspricht. Eigenkapitalquote stabil, Nettofinanzverbindlichkeiten reduziert Zum Quartalsultimo wies der Konzern eine Eigenkapitalquote von 44,4 % (31.12.2022: 43.8 %) und Nettofinanzverbindlichkeiten von 372,3 Mio. EUR aus. Diese lagen damit unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 387,4 Mio. EUR. Die Nettoverschuldungsquote (Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA) konnte von 2,1 auf 2,0 reduziert werden. In der Kapitalflussrechnung des ersten Quartals führte insbesondere die hohe Mittelbindung im Net Working Capital zu einem negativen operativen Free Cashflow von minus 20,3 Mio. EUR (Q1 2022: -19,8 Mio. EUR). Net Working Capital durch mehrere Effekte beeinflusst Das Nettoumlaufvermögen (Net Working Capital) des ElringKlinger-Konzerns erhöhte sich zum Quartalsende auf 518,5 Mio. EUR, nach 454,7 Mio. EUR am Jahresende 2022 und nach 449,2 Mio. EUR zwölf Monate zuvor. Für die Zunahme des Net Working Capitals sind laut ElringKlinger mehrere Faktoren ursächlich. Bedingt durch das spürbare Umsatzwachstum im ersten Quartal, weiteten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. Zum 31.03.2023 beliefen sie sich auf 291,5 Mio. EUR (31.12.2022: 264,9 Mio. EUR). Anhaltend hohe Materialpreise, die weiterhin teilweise angespannte Situation auf den Beschaffungsmärkten sowie die gute Auftragslage und Effekte durch bevorstehende Serienanläufe bewirkten zudem eine Ausweitung der Vorräte auf 435,9 Mio. EUR (31.12.2022: 414,0 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die das Net Working Capital reduzieren, summierten sich zum Quartalsende auf 209,0 Mio. EUR (31.12.2022: 224,1 Mio EUR). Zahl der Mitarbeiter:innen leicht gestiegen Während im ElringKlinger-Konzern zum letztjährigen Quartalstichtag 9.396 Mitarbeiter/innen beschäftigt waren, stieg diese Zahl zum 31. März 2023 um 2,5 % auf 9.635 Beschäftigte. Vor allem in den Regionen Asien-Pazifik und Deutschland verstärkte der Konzern seine Belegschaft. In Deutschland fand der Aufbau unter anderem im strategischen Zukunftsbereich der Brennstoffzellentechnologie statt. Ausblick 2023 bestätigt Der Konzern bestätigt seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2023 und geht weiterhin von einer Umsatzentwicklung aus, die organisch deutlich über dem globalen Marktniveau liegen wird. Der Branchendienstleister S&P Global Mobility erwartet gemäß seinen jüngsten Schätzungen für 2023 einen Anstieg der globalen Light Vehicle-Produktion von 3,8 %. Darüber hinaus geht ElringKlinger für das laufende Geschäftsjahr davon aus, seine Ergebnissituation aufgrund seiner ausgeprägten Kostendisziplin und der erwarteten Umsatzsteigerung weiter zu verbessern. Insgesamt rechnet der Konzern mit einem bereinigten EBIT für 2023 von rund 5 % des Konzernumsatzes. Mittelfristige Prognose ElringKlinger sieht sich mittel- und langfristig in einer hervorragenden strategischen Position. Das Unternehmen habe sein Produktportfolio frühzeitig für den Wandel hin zur Elektromobilität aufgestellt und verfüge darüber hinaus über eine erstklassige Marktstellung in den klassischen Geschäftsfeldern. Der Konzern erwartet mittelfristig ein im Vergleich zur globalen Automobilproduktion überproportionales organisches Wachstum und geht unverändert davon aus, sein bereinigtes EBIT-Margenniveau schrittweise zu verbessern. Weitere Informationen: www.elringklinger.de |
ElringKlinger AG, Dettingen
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