| 29.07.2009 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Möglichkeiten für die Steuerung und Regelung der Schmelzefront in Heisskanal-Werkzeugen sind bereits heute vielfältig und weit verbreitet im Einsatz. Hierbei wird mit Hilfe von Werkzeugwandtemperatur-Sensoren in der Kavität ein Temperaturanstieg automatisch erkannt, sobald die Schmelze an der Sensorposition eintrifft. Ändert sich der Schmelzefluss in den Kavitäten beispielsweise aufgrund von Viskositätsschwankungen, wird dies automatisch über das Anpassen der Düsentemperaturen kompensiert. Auf diese Weise lassen sich Kaskadenverfahren steuern, Bindenähte gezielt verschieben, und Mehrkavitäten-Werkzeuge automatisch ausbalancieren. Gerade bei sehr trägen Heisskanalsystemen kommt es nach Angaben der Priamus System Technologies AG (www.priamus.com) jedoch vor, dass eine Anpassung der Düsentemperaturen nicht ausreiche, um einen balancierten Zustand in den Kavitäten zu erreichen. Für diesen Fall wurde das PRIAMUS Fill System mit einem zusätzlichen Regelalgorithmus ergänzt, mit dem der Schmelzefluss alternativ über die Verschlussdüsen geregelt werden kann. Hierbei wird das unterschiedliche Fliessverhalten der verschiedenen Kavitäten dadurch kompensiert, dass die Verzögerungszeiten zum Öffnen der Düsen automatisch entsprechend angepasst werden. Mit diesem neuen Verfahren können beispielsweise Flüssigsilikon-Anwendungen balanciert und geregelt werden, die im Spritzgiessprozess ständig an Bedeutung gewinnen. Im Unterschied zum herkömmlichen Thermoplast-Spritzgiessen treten hierbei noch stärkere Fliessunterschiede auf, die ausbalanciert werden müssen. Das Verfahren optimiere den Prozess automatisch, und verhindere, dass die Flüssigsilikonteile unter unterschiedlichen Bedingungen reagieren, was zwangsläufig zu unterschiedlichen Teilen führe. |
Priamus System Technologies AG, Schaffhausen, Schweiz
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