| 06.11.2013, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Auf der Compamed 2013 in Düsseldorf, Internationale Fachmesse für Komponenten, Vorprodukte und Rohstoffe für die medizinische Fertigung, demonstriert Wittmann Battenfeld seine Kompetenz in der Medizintechnik anhand zweier Anwendungen im Bereich des Mikrospritzgusses, wobei eine Anwendung am Wittmann Battenfeld Stand in der Halle 8b/F03 und eine weitere am Stand der Firma Microsystems UK in Halle 8a/F19 zu sehen sein wird. In Halle 8b/F03 ist eine Anwendung im Bereich der Optoelektronik angekündigt, wo mit einer MicroPower 15/10 ein Barrel Holder aus POM auf einem Werkzeug der Firma Wittner hergestellt wird. Dabei handelt es sich um eine Fokussiervorrichtung, die in erster Linie in Kameras eingesetzt wird, um Linsen zu halten bzw. zu fokussieren, sowie in medizinischen Messgeräten, ebenso um optische Messsysteme zu fokussieren, bespielweise um Flüssigkeiten optisch zu analysieren. Die Besonderheit an diesem Teil ist den Angaben zufolge, dass das Innengewinde mit einem Ausdrehkern realisiert wird, der direkt über den Auswerfer der Spritzgießmaschine betrieben wird. Das heißt, ein Kern mit einem Gewinde wird nach dem Spritzprozess direkt im Werkzeug zurückgedreht, bevor er mit einem speziell für diese Maschine konzipierten Wittmann Roboter W8VS2 entnommen, einer in die Produktionseinheit und die Maschinensteuerung integrierten Kamera zur Inspektion vorgelegt und in einem Sammelbehälter getrennt abgelegt wird. Als weiteres besonderes Merkmal wird die Verarbeitung unter Reinraumbedingung genannt, die mittels einer Laminar Flow Box in der Maschine realisiert wird. Die Firma Microsystems UK zeigt in Halle 8a/F19 auf ihrem hauseigenen Werkzeug ebenso auf einer MicroPower 15/10 die Herstellung der Funktionsteile einer Lab on a Chip-Anwendung. Dabei werden zwei unterschiedliche Teile aus hochtransparentem ABS mit Mikrostrukturen spritzgegossen, mittels einer in die Maschine integrierten Kamera kontrolliert und von einem Wittmann Roboter der Type W8VS2 in einer Ablagestation platziert. Besondere Merkmale dieser Teile sind den Angaben zufolge einerseits die feinen Mikrostrukturen, die den Flüssigkeitstransport innerhalb des "Lab on the chip" Teiles unterstützen, sowie die hervorragende Qualität der Linse, um die danach auswertbaren Flüssigkeiten optisch zu analysieren. Auch bei dieser Anwendung erfolgt der gesamte Verarbeitungsvorgang unter Reinraumbedingungen. Die Maschinen der MicroPower-Serie zeichnen sich laut Anbieter durch ihre Wirtschaftlichkeit, Prozesssicherheit und Geschwindigkeit aus. Faktoren, die für die Herstellung von medizintechnischen Teilen von hoher Bedeutung sind. Von besonderem Interesse sei bei diesen Maschinen das zweistufige Schnecken-Kolben-Spritzaggregat mit einem Schussvolumen von unter 0,05 bis 4 cm³ über das thermisch homogene Masse mit dem Resultat qualitativ hochwertiger Teile bei stabiler Produktion und kurzen Zykluszeiten eingespritzt werde. Das modular aufgebaute System der Maschinen besteht aus einer Basis-Plattform, die je nach Kundenbedürfnis bis hin zur vollwertigen Produktionszelle erweitert werden kann. Für Medizinanwendungen sei somit das reinraumtaugliche Design in Kombination mit dem Reinraummodul, das eine Reinluft der Klasse 6 nach ISO 14644-1 ermögliche, ideal. Weitere Informationen: www.wittmann-group.com COMPAMED 2013, 20.-22. November 2013, Düsseldorf, Halle 8b, Stand F03 |
Wittmann Battenfeld GmbH, Kottingbrunn, Österreich
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