| 27.11.2007 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Großunternehmen investieren in Maschinen / Rohre aus Deutschland gefragt Die Nachfrage nach Kunststoffrohren in Griechenland ist in den vergangenen Jahren konstant gestiegen. Die Entwicklung der Branche ist von der Baukonjunktur abhängig. Die Marktforschungsgesellschaft Icap S.A. prognostizierte für 2007 und 2008 ein deutliches Wachstum von 5% für PVC-Rohre und 10% für Rohre aus Polyethylen. Die Nachfrage wird größtenteils durch inländische Produkte gedeckt. Die Gesamtimporte des Sektors beliefen sich 2006 auf rund 51,7 Mio. Euro (+20,2%). Knapp 31% der Einfuhren stammen aus Deutschland. Im Jahr 2008 werden Ausschreibungen zu wichtigen Infrastrukturprojekten erwartet. Konkret kündigte das griechische Ministerium für Wirtschaft und Entwicklung für den Zeitraum 2007 bis 2013 (4. gemeinsames Förderkonzept) öffentliche Bauprojekte mit einem Volumen von rund 18 Mrd. Euro an. Der Bausektor soll wegen der neuen Flächennutzungspläne, die öffentliche Projekte schneller umsetzen, mittelfristig weiter wachsen. Gleichzeitig wird die private Bautätigkeit ab 2008 steuerlich begünstigt, indem Erwerb und Errichtung von Eigenheimen gefördert werden. Die Inlandsproduktion in der Branche erhöhte sich in den Jahren 2003 bis einschließlich 2005 um 3,7% im Jahresdurchschnitt (Produktionsvolumen 2005: 145,7 Mio. Euro). Dabei entfallen rund 43% auf nicht-flexible PVC-Rohre, 10% auf flexible und 47% auf Polyethylen-Rohre. Der Anteil der PVC-Rohre am Gesamtmarkt geht seit 1991 zugunsten von Produkten aus Polyethylen zurück. In Griechenland engagiert sich eine Vielzahl von Unternehmen in der Produktion und im Import von Kunststoffrohren. Die meisten großen Hersteller investieren kontinuierlich in neue Maschinen. Die Mehrzahl der kleinen und mittleren Betriebe besitzt diese Finanzkraft nicht. Die Importeure wiederum handeln nicht nur mit Kunststoffrohren, sondern auch mit anderen Produkten der Bauwirtschaft. Nach Icap S.A. erhöhte sich 2006 der Umsatz der zwölf größten Produzenten des Landes um 27%, die Bruttogewinne um 26%. Aus den Unternehmensergebnissen geht hervor, dass es sich um eine insgesamt liquide Branche handelt, deren Wettbewerbsfähigkeit nicht zuletzt aus der regen Exporttätigkeit hervorgeht. Der Vertrieb von Kunststoffrohren erfolgt in der Regel direkt vom Hersteller an den Endkunden (Unternehmen oder öffentliche Träger). Größere Hersteller verfügen über ein gut organisiertes Vertriebsnetz mit regionalen Handelsniederlassungen. Daneben sind auch Großhändler aktiv. Die Investitionen der Hersteller schlagen sich in den Importen für Gummi- und Kunststoffmaschinen nieder. Eine hohe Nachfrage bestand 2006 für Maschinen zum Bearbeiten von Kautschuk und Kunststoff (Position 8477), deren Einfuhr sich um 198% auf 152,3 Mio. Euro erhöhte. Aus Deutschland stammten hier Waren im Wert von 13,6 Mio. Euro (-13%). Die Einfuhr von Extrudern (Position 8477.20.00) erhöhte sich um 21% auf 5,2 Mio. Euro; deutsche Produkte erreichten hier ein Volumen von 1,2 Mio. Euro (-59%). Die Einfuhren von anderen Maschinen (Position 8477.80.99) aus Deutschland legten 2006 um 7% zu (3,1 Mio. Euro). Aus Deutschland stammte zudem rund die Hälfte der Importe von Teilen für entsprechende Maschinen (Position 8477.90.80; gesamt: 9,6 Mio. Euro, +23,1%; Deutschland: 4,8 Mio. Euro, +30,7%). Deutschland ist ein wichtiges Lieferland für Maschinen und Apparate für die Branche, die Hauptlieferländer sind allerdings Italien und die Niederlande. Die Infacoma, eine Messe für Baustoffe, Klimatechnik und Isoliermaterialien, wird jährlich im Helexpo-Messezentrum in Thessaloniki ausgetragen (nächste: 21. bis 24.2.08, www.helexpo.gr). Daneben existiert die Baustoffmesse Oikodomi in Elliniko bei Athen (nächste: 16. bis 20.4.08, www.interguide.gr). Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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