| 02.04.2019, 06:08 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das niederländische Chemieunternehmen Avantium errichtet eine Demonstrationsanlage zur bio-basierten Produktion von Mono-Ethylenglycol (MEG) am Standort Delfzijl. Laut Pressemitteilung des Unternehmens soll der PET-Ausgangsstoff MEG in der Anlage mit dem von Avantium entwickelten Mekong-Verfahren aus Zucker gewonnen werden. Mit den entsprechenden Bauarbeiten im Chemie Park Delfzijl wurde bereits begonnen, die Fertigstellung der Anlage ist in der zweiten Hälfte dieses Jahres geplant. Der Komplex wird über Kapazitäten für die Gewinnung von etwa zehn Tonnen Bio-MEG im Jahr verfügen. Mit der Demo-Anlage soll die Anwendung des neuen, einstufigen MEG-Verfahrens erweitert und dessen technische und wirtschaftliche Effizienz bestätigt werden. Gleichzeitig prüft Avantium bereits Kooperationsmöglichkeiten für eine umfassende weltweite Vermarktung des Verfahrens. Wie Avantium bereits im vergangenen Jahr mitteilte, entsteht die Anlage im Rahmen eines Investitionsprogramms im Volumen von bis 20 Mio. Euro zur weiteren Technologieentwicklung. Ausschlaggebend für die Ansiedlung in Delfzijl war der aktuellen Aussendung zufolge ein Finanzierungszuschuss in Höhe von zwei Mio. Euro aus dem EU-Regionalentwicklungsfonds, der vom Kooperationsverband Noord-Nederland für das Projekt ausgereicht wird. Avantium-CEO Tom van Aken erklärte: "Ich bin begeistert von den technologischen Fortschritten unseres Mekong-Verfahrens. Unser MEG auf pflanzlicher Grundlage hat das Potenzial, bislang auf fossiler Basis produzierte alltägliche Verpackungsmaterialien und Textilien in Produkte auf pflanzlicher Basis zu verwandeln. Der Chemie Park Delfzijl ist ein ausgezeichneter Standort für die weitere Entwicklung unseres Mekong-Verfahrens. Die Region unterstützt nachhaltige Technologien und verfügt über hoch qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte." Avantium zufolge wird MEG derzeit zu mehr als 99 Prozent aus fossilen Ressourcen gewonnen. Angesichts des in den nächsten 20 Jahren erwarteten Anstiegs der weltweiten Nachfrage von 28 Mio. Tonnen auf bis zu 50 Mio. Tonnen gilt die bio-basierte MEG-Produktion als Alternative mit einem hohen Wachstumspotenzial. Die in Amsterdam ansässige Avantium gilt als führendes Technologieunternehmen im Bereich der erneuerbaren Chemie. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen auf pflanzlicher Basis. Die an den Börsen in Amsterdam und Brüssel notierte Avantium berichtet für das Geschäftsjahr 2018 einen Umsatzrückgang gegenüber 2017 um elf Prozent auf 11,3 Mio. Euro. Gleichzeitig erhöhte sich der Nettoverlust von 16,8 Mio. Euro auf 68,4 Mio. Euro, Hauptgrund dafür ist die Übernahme der Anteile von BASF an dem bisherigen Joint Venture Synvina (siehe auch plasticker-News vom 21.12.2018). Weitere Informationen: www.avantium.com |
Avantium, Amsterdam, Niederlande
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