| 03.05.2010 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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2009 war das schwierigste Geschäftsjahr in der jüngeren Geschichte der SIMONA AG. Bisher nie gesehene Einbrüche bei Auftragseingang und Umsatz mussten weltweit und in nahezu allen Absatzmärkten verkraftet werden. Dank intensiver Marktarbeit und einem schnell umgesetzten Kostensenkungsprogramm konnte dennoch ein positives Ergebnis erzielt werden. Der Konzernumsatz ist deutlich auf 215,1 Mio. EUR gesunken. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 7,1 Mio. EUR. Für 2010 erwartet das Unternehmen nach einem verhaltenen Start im ersten Quartal eine tendenzielle Erholung und ein zweistelliges Umsatzwachstum auf 250 Mio. EUR, teilt das Unternehmen mit. Vor allem die äußerst schwache Investitionsneigung in den wichtigsten Abnehmerbranchen von SIMONA, der chemischen Industrie und dem Maschinenbau, und deren dramatisch gesunkenes Exportgeschäft hätten zu einem Rückgang der Umsatzerlöse um 29,2 Prozent auf 215,1 Mio. EUR geführt. Allerdings seien alle Abnehmerbranchen und nahezu alle Vertriebsregionen von SIMONA von den Auswirkungen der Finanzkrise betroffen gewesen, so dass keine Substitution möglich war. In Deutschland habe der drastische Einbruch im Geschäft mit der chemischen und Maschinenbauindustrie zu einem Rückgang der Umsatzerlöse um 31,7 Prozent auf 76,5 Mio. EUR geführt. Dank einer guten Position in Westeuropa konnten drastische Einbrüche in Osteuropa zumindest etwas kompensiert werden. Insgesamt sind die Umsatzerlöse in der Region Europa (ohne Deutschland) mit -27,1 Prozent weniger stark als der Gesamtumsatz gesunken und betrugen 115,4 Mio. EUR. Die Umsätze in der Region Amerika/Asien/Australien sind um 29,6 Prozent auf 24,3 Mio. EUR zurückgegangen. Im Geschäft mit Halbzeugen waren bei extrudierten Platten aus PP und Pressplatten die größten Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Das Geschäft mit PVC Schaumplatten musste geringere Einbußen verkraften. Der Absatz von Fertigteilen konnte leicht gesteigert werden. Insgesamt sind die Umsatzerlöse im Bereich Halbzeuge um 31,5 Prozent auf 149,5 Mio. EUR zurückgegangen. Im Bereich Rohrleitungsbau sind die Umsatzerlöse dank eines stabilen Geschäfts mit PE und PP Formteilen geringer als der Gesamtumsatz zurückgegangen. Insgesamt wurden im Rohrleitungsbau Umsatzerlöse von 65,5 Mio. EUR erzielt. Das sind 23,2 Prozent weniger als im Vorjahr. SIMONA konnte trotz der drastischen Umsatzrückgänge ein positives Ergebnis erzielen. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 7,1 Mio. EUR nach 20,2 Mio. EUR im Vorjahr. Die flüssigen Mittel konnten nochmals erhöht werden und der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit beträgt 28,1 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote blieb stabil auf hohem Niveau (64,4 Prozent). „Ein positives Ergebnis war unser Ziel in einem Jahr nie gesehener Einbrüche bei Umsatz und Auftragseingang. Dank intensiver Marktarbeit und einem stringenten Programm zur Ergebnissicherung ist uns das gelungen. Das Instrument der Kurzarbeit hat uns dabei geholfen, die Stammmannschaft zu halten. Auch wenn wir unser Werk in Würdinghausen aufgrund signifikanter Verluste schließen mussten. Das hatte aber vor allem strukturelle Gründe“, so Wolfgang Moyses, Vorstandsvorsitzender der SIMONA AG, „SIMONA kam 2009 sicher durch die Krise und hat finanzielle Unabhängigkeit gewahrt. Das macht uns stark für die Zukunft.“ SIMONA stellt sich auf eine weiterhin schwierige Entwicklung im ersten Halbjahr 2010 ein. Nach schwachem Beginn liegen die Umsatzerlöse im ersten Quartal dank einer starken Entwicklung im März mit 59,7 Mio. EUR 12,6 Prozent über Vorjahresniveau und sind damit auf Planniveau. Es wurde ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 2,6 Mio. EUR erzielt. Für das Gesamtjahr 2010 strebt SIMONA ein Umsatzwachstum auf 250 Mio. EUR an und will ein positives Ergebnis vor Ertragsteuern erzielen. „2010 wollen wir auf den Wachstumspfad zurückkehren, auch wenn das erste Quartal verhalten begann. Wir besetzen offensiv die Zukunftsfelder Wasserversorgung, Umwelt- und Energietechnik, Mobilität und Life Sciences. Wir setzen auf Internationalisierung. Unser im April eröffnetes neues Werk in China treibt die Entwicklung in der Wachstumsregion Asien/ Pazifik voran“, so Wolfgang Moyses. Weitere Informationen: www.simona.de |
Simona AG, Kirn
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