| 14.06.2010 | Lesedauer: ca. 1 Minute |
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Der staatliche polnische Ölkonzern PKN Orlen erwägt, seine Chemie- und PVC-Tochtergesellschaft Anwil doch anders zu verkaufen als bisher geplant. Das berichtet die einheimische Tageszeitung „Rzeczpospolita“. „Wir werden möglicherweise gesondert einzelne Teile veräußern und nicht das vollständige Unternehmen“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von PKN Orlen, Sławomir Jędrzejczyk. Das bedeutet, die Kunststoffsparte und der Kunstdünger-Bereich werden potenziellen Interessenten einzeln angeboten. Damit erhofft sich der Konzern, einen höheren Preis zu erzielen als die Summe, die bisher geboten worden ist. Das polnische Chemieunternehmen ZA Pulawy, das zum engeren Bieterkreis gehört, will bis dato eine Milliarde Zloty (250 Millionen Euro) zahlen. Einheimische Analysten halten diese neue Verkaufskonzeption für sinnvoll. PKN Orlen will Anwil verkaufen, um Schulden abzubauen, die durch den Zukauf der litauischen Raffinerie Mozeiki vor einigen Jahren entstanden sind. In der Raffinerie liegt das Kerngeschäft von PKN Orlen. Die Erzeugung von Kunststoffen und Kunstdüngern ist nur ein Rand-Business des Unternehmens. Es ist gerade dabei, sich auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren. Anwil hat im vergangenen Jahr seinen Erlös im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent auf 2,5 Milliarden Zloty (625 Millionen Euro) verringert. Der Nettogewinn reduzierte sich um 60 Prozent auf 65 Millionen Zloty (16,25 Millionen Euro). Weitere Informationen: www.anwil.pl, www.orlen.pl |
Chemie- und Kunststoffbranche, Polen
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