| 07.12.2004 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Zweitgrößter EU-Exporteur von Kunststoffprodukten verzeichnet steigende Auslandsinvestitionen F&E-Zentren und Kompetenz-Netzwerke stärken Innovationsfähigkeit „Frankreich besitzt nach wie vor eine starke Anziehungskraft als Investitionsstandort für ausländische Kunststoffverarbeiter. Die positive Entwicklung der letzten Jahre wird sich fortsetzen“, prognostiziert David Hubert-Delisle, Geschäftsführer der Invest in France Agency Germany (www.investinfrance.org), anläßlich der K 2004 in Düsseldorf. Die Investitionen ausländischer Kunststoffverarbeiter in Frankreich sind gestiegen. Dies berichtete der Service des Etudes et des Statistiques Industrielles (SESSI) im Mai diesen Jahres. Bereits 2001 trugen ausländische Zweigniederlassungen mit 40 Prozent zum Umsatz und mit 50 Prozent zum Exportaufkommen der französischen Kunststoffindustrie bei. Frankreich war 2003 mit 12,4 Prozent am weltweiten Gesamtexport von Kunststoffen beteiligt. Die kunststoffverarbeitende Industrie in Europa erwirtschaftete einen Umsatz von 140 Milliarden Euro. Der Anteil Frankreichs betrug 24,9 Milliarden Euro. Von 1997 bis 2002 erzielte die französische Kunststoffindustrie ein Wachstum von 38 Prozent. Seit 1995 konnte der Umsatz jährlich um 10 Prozent gesteigert werden. Mit dieser Branchenentwicklung liegt das Nachbarland Deutschlands im europäischen Vergleich deutlich vorne. Ein aktueller Bericht von PlasticsEurope, der europäische Kunststofferzeugerverband, zeigt, dass die Nachfrage nach Kunststoffen in Westeuropa zwischen 2001 und 2003 um 5,6 Prozent gestiegen ist – trotz Konjunkturschwäche und schwankender Rohölpreise. „Diese Entwicklung verdeutlicht das Wachstumspotenzial der Branche“, erläutert David Hubert-Delisle. „Aber in der europäischen Kunststoffindustrie herrscht ein harter Wettbewerb. Davon sind insbesondere die Verpackungs-, Bau- und Automobilindustrie betroffen – bisher die Hauptabnehmer von Kunststoffprodukten. Der Schlüssel für die Erschließung neuer Märkte sind Innovationen. Frankreich hat dafür mit F&E-Zentren und Kompetenz-Netzwerken ein günstiges Umfeld geschaffen.“ Beispielhaft: Die Region Oyonnax. Das so genannte „Plastics Vallée“ mit rund 1.500 niedergelassenen Firmen und deren Partnern ist durch die ansässige Autoproduktion gewachsen. Die Hälfte des Umsatzes wird mit der Automobilindustrie erwirtschaftet. Auch eines der Netzwerke, der europäische Pool für Kunststoff-Technologie, hat dort seinen Sitz. Hubert-Delisle erklärt: „Eine solche regionale Konzentration von Firmen und die enge Zusammenarbeit mit der Forschung stärken die Innovationsfähigkeit gerade kleinerer und mittlerer Unternehmen. Ferner sind sogar Unternehmenskooperationen entstanden, über die Preissynergien beim Einkauf von Rohmaterialen realisiert werden konnten.“ Innovative Produkte kommen heute vermehrt aus dem medizintechnischen Bereich. Beim Institut National de la Recherche Agronomique (INRA) liegt zudem ein Forschungsfokus auf der Sicherheit von Lebensmittelverpackungen. Das Institut entwickelt beispielsweise „intelligente“ Verpackungen, die die Haltbarkeit von Nahrungsmitteln verlängern oder die Farbe ändern, wenn sie zu verderben beginnen. Die gezielte Verbesserung des Innovationsklimas und das hohe Marktpotenzial machen Frankreich auch in der Zukunft zu einem attraktiven Investitionsstandort für ausländische Unternehmen der Kunststoffindustrie. Über die Invest in France Agency Die von einem Botschafter geleitete Invest in France Agency (IFA) ist eine Außenstelle der französischen Regierung mit dem Ziel, internationale Investitionen in Frankreich zu fördern und zu begleiten. IFA stützt sich auf ein Netzwerk aus fachübergreifenden Spezialisten, die sowohl am Hauptsitz in Paris als auch in den zahlreichen Zweigstellen im Ausland tätig sind. In Deutschland ist IFA mit Büros in Frankfurt, Düsseldorf und München vertreten. |
Invest in France Agency, Französisches Generalkonsulat, Frankfurt am Main
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