| 05.11.2010 | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Zur K 2007 hatte die Coperion GmbH ihre bis dahin besten Zahlen zu Auftragseingang und Umsatz vorgelegt und voller Optimismus in die Zukunft geblickt. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, die in der zweiten Hälfte 2008 die Märkte mit voller Wucht erschütterte, hatte damals allerdings niemand erwartet. Inzwischen hat Coperion die Krise erfolgreich gemeistert und blickt mit der gleichen Zuversicht in die Zukunft wie im Jahr 2007. Wirtschaftliche Lage positiv entwickelt Mit einem Umsatz von 577 Mio. EUR war das Jahr 2008 das bisher erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte von Coperion. Im ersten Halbjahr 2008 entwickelte sich der Auftragseingang noch wie prognostiziert. Wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise folgte in der zweiten Jahreshälfte 2008 ohne große Vorwarnung ein starker Rückgang, der sich in der ersten Hälfte 2009 geradezu dramatisch fortgesetzt hat. Ähnlich einschneidend, wenn auch mit zeitlicher Verzögerung, waren die Auswirkungen der Krise auf die Umsatzentwicklung. Seit dem zweiten Halbjahr 2009 ist eine stabile Erholung beim Auftragseingang zu verzeichnen; allerdings sei das Niveau der Jahre 2006 und 2007 noch nicht erreicht, teilt das Unternehmen mit. Für das jetzt zu Ende gehende Jahr 2010 erwartet Coperion einen Auftragseingang von ca. 480 Mio. EUR und einen Umsatz von rund 360 Mio. EUR. Investitionen in die Zukunft Coperion hat die veränderten Rahmenbedingungen und die schwierige Marktsituation dazu genutzt, seine weltweite Organisation und sein Geschäftsmodell weiter zu optimieren und innovative Themen voranzutreiben. Beispielsweise investiert das Unternehmen in Stuttgart in den nächsten drei Jahren insgesamt fast 30 Mio. EUR, um den Standort neu auszurichten und ein optimiertes Fertigungskonzept umzusetzen. Außerdem entsteht ein neues, hochmodernes Entwicklungszentrum, das alle Ansprüche und Anforderungen der unterschiedlichen Industrien (Kunststoffe, Pharma, Nahrungsmittel) berücksichtigt. Mit insgesamt 20 kleinen, mittleren und großen ZSK-Compoundiersystemen und den entsprechenden Peripheriegeräten können hier Kunden und Interessenten die Aufgabenstellungen für eine Produktionsanlage vorab testen, z. B. die Entwicklung der optimalen Schneckenkonfiguration für eine neue Produktrezeptur. Neben dem Stuttgarter Entwicklungszentrum betreibt Coperion weitere Technika in Weingarten/Deutschland, Ramsey/USA und Nanjing/VR China. Sie alle bieten den Kunden eine breite Basis für umfangreiche Versuche zu Produkt- und Verfahrenstechnik. ZSK Mc18: Innovationen ermöglichen Leistungs- und Effizienzsteigerung Ein Beispiel für die Innovationskraft von Coperion sei die Entwicklung der neuen Baureihe ZSK Mc18 seiner gleichsinnig drehenden, dichtkämmenden Zweiwelligen Schneckenkneter. Mit dem auf 18 Nm/cm³ erhöhten Drehmoment erreichen diese Compoundierextruder einen um bis zu 30 % höheren Durchsatz im Vergleich zum Vorgängermodell ZSK MEGAcompounder PLUS. Die reduzierte spezifische Energieeinleitung verbessert die Energieeffizienz, heißt es weiter. Die Baureihe ZSK Mc18 zeichne sich durch eine deutlich gesteigerte Wirtschaftlichkeit aus. Möglich sei eine solche Leistungssteigerung durch eine Vielzahl von Innovationen geworden, angefangen von modernen Werkstofflösungen aus der Luft- und Raumfahrttechnik über ein neues Kühl- und Heizsystem für einen optimierten Temperaturhaushalt bis hin zu neuartigen Getrieben, die speziell für die Anforderungen des Hochleistungs-Compoundierextruders ZSK Mc18 ausgelegt sind. Gesamtanlagen fassen gebündelte Coperion-Kompetenz zusammen Bei Schüttgutanlagen und bei der Aufbereitungs- und Compoundiertechnik für die Kunststoffindustrie verfügt Coperion über einen umfassenden Erfahrungsschatz. Basis dafür sind mehr als 8.000 Materials-Handling-Referenzen und rund 10.000 von Coperion gelieferte Compoundiersysteme aller Baugrößen. Diese Kompetenzen will Coperion stärker als bisher gemeinsam in die Waagschale werfen und nach dem Prinzip „Alles aus einer Hand“ schlüsselfertige Gesamtanlagen anbieten. Für die Kunden von Coperion könnten sich daraus Synergien ergeben, dass bei einer Gesamtanlage Planung, Ausführung und alle wesentlichen Bauteile aus einer Hand stammen. Grundlage einer Gesamtanlage sei immer der Coperion Lieferung- und Leistungsumfang, den der Kunde z.B. um Stahlbau, Gebäudeplanung und Energieversorgung erweitern könne. Außerdem hat Coperion seine Organisation an sein strategisches Ziel angepasst und kann Kundenanfragen schnell und kompetent beantworten. Einen Einblick in Konzeption und Aufbau einer Gesamtanlage gab eine außergewöhnliche Präsentation auf der K 2010: In einer 3D-Simulation mit Augmented Reality-Technologie präsentierte Coperion eine Compoundieranlage, die in der Realität ca. 150 m lang wäre. Von der Rohmaterialannahme über die pneumatische Förderung und die Compoundierung bis zur Logistik waren alle wesentlichen Prozessschritte im Detail dargestellt. Service-Netzwerk: Ausbau im Mittleren Osten geplant Sein weltweites Service-Netzwerk will Coperion mit einem zusätzlichen Standort im Mittleren Osten ausbauen. In Kürze soll Coperion Middle East, ein Joint-Venture zwischen Coperion und dem saudi-arabischen Unternehmen Golden Wing, gegründet werden. Dadurch sollen die Coperion-Kunden in diesem wichtigen Kernmarkt einen weiter verbesserten Service mit kürzeren und schnelleren Wegen erhalten. Neben Ersatzteilservice, Wartung und Modernisierung von Anlagen sollen zukünftig die qualifizierten Mitarbeiter vor Ort auch größere Instandhaltungsmaßnahmen und aufwendige Überholungen von Großextrudern und Anlagen effizient planen und durchführten. Ferner soll Coperion Middle East wichtige Funktionen in einer effizienten Projektabwicklung übernehmen. Weitere Informationen: www.coperion.com |
Coperion GmbH, Stuttgart
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