| 19.11.2010, 11:09 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Bayer will seine Ressourcen noch konsequenter in das Wachstum und die Innovationskraft des Unternehmens investieren, das heißt in die Forschung, Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte vor allem bei HealthCare und CropScience sowie in den Ausbau der Aktivitäten in den Schwellenländern. Dadurch entsteht in den kommenden Jahren ein hoher Investitionsbedarf. Dem stehen ein Umsatz- und Ergebnisdruck aufgrund von Generika-Wettbewerb, steigende Entwicklungskosten sowie Belastungen aus Gesundheitsreformen entgegen. „Die notwendigen finanziellen Mittel zum Ausbau der Wachstumsbereiche müssen daher durch eine gezielte Umschichtung von Ressourcen sowie durch Effizienz- und Sparmaßnahmen aufgebracht werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG, Dr. Marijn Dekkers. Jährliche Einsparungen von 800 Millionen Euro ab 2013 geplant Zur Stärkung der Investitionen in weiteres Wachstum ist geplant, 800 Millionen Euro pro Jahr ab 2013 einzusparen. Davon soll rund die Hälfte reinvestiert werden. Bis Ende 2012 fallen voraussichtlich Einmalkosten in der Größenordnung von einer Milliarde Euro an – ein Teil davon bereits im vierten Quartal 2010. Bis Ende 2012 sollen weltweit rund 2.000 Arbeitsplätze entfallen Im Rahmen dieses Programms sollen bis Ende 2012 per saldo rund 2.000 der weltweit 108.700 Arbeitsplätze entfallen. Einem Abbau in einer Größenordnung von 4.500 Stellen – davon rund 1.700 in Deutschland – steht im selben Zeitraum ein Aufbau von rund 2.500 Arbeitsplätzen – vor allem in den Schwellenländern – gegenüber. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern werden in Kürze aufgenommen. In Deutschland sind aufgrund einer Beschäftigungssicherungsvereinbarung betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2012 ausgeschlossen. „Bayer hat in allen drei Teilkonzernen ein großes Geschäftspotenzial. Um dieses optimal zu nutzen, müssen wir vorhandene Ressourcen weiter bündeln und unsere Strukturen straffen. Nur so können wir unsere Investitionen in Wachstum und Innovationen nachhaltig finanzieren – beispielsweise in neue Pharma-Produkte, in den Bereich BioScience und in den Ausbau unserer Kapazitäten in Asien“, so Dekkers. „Die damit verbundenen Einschnitte sind nicht einfach, aber notwendig. Ich bin davon überzeugt, dass Bayer mit mehr Innovation und weniger Administration ein noch besseres und schnelleres Unternehmen werden kann.“ Bayer-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Thomas de Win sagte: „Das ist ein erheblicher Personalabbau mit einschneidenden Veränderungen. Wir Arbeitnehmervertreter werden nun intensive Gespräche mit der Unternehmensleitung führen, um die Notwendigkeit, den Umfang, mögliche Alternativen und die Umsetzung der geplanten Veränderungen zu beraten, damit sozialverträgliche Lösungen gefunden werden können.“ Bei Bayer MaterialScience nur kleinere Anpassungen Bei HealthCare sollen in Deutschland rund 700 Stellen entfallen, bei CropScience rund 300 Arbeitsplätze. Bei MaterialScience soll es nach Abschluss mehrerer Effizienz-Initiativen nur kleinere Anpassungen geben. Zusätzlich sollen auch die Service-Gesellschaften und die Konzern-Verwaltung schlanker werden. Die Zahl der Arbeitsplätze wird sich in diesen Bereichen in Deutschland voraussichtlich um rund 700 reduzieren. „Bayer hat in der Vergangenheit notwendigen Arbeitsplatz-Abbau stets sozialverträglich gestaltet. Das ist mir auch jetzt sehr wichtig“, so Dekkers. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die betroffenen Stellen vor allem über Fluktuation und Aufhebungsverträge abgebaut werden könnten. Konkrete Maßnahmen würden in Kürze mit den Arbeitnehmervertretern besprochen und verhandelt. Weitere Informationen: www.bayer.de |
Bayer AG, Leverkusen
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