| 02.02.2011, 06:08 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die erste Recyclinganlage für CFK Abfälle (carbonfaserverstärkter Kunststoff) ist am 1. Februar 2011 am Hauptsitz der Karl Meyer AG durch den Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister in Betrieb genommen worden. Gemeinsam mit rund 70 Gästen, namhaften Personen aus Politik, Wirtschaft und der Region fand die offizielle Eröffnungsfeier in Wischhafen an der Elbe statt. Rund 1,7 Mio. Euro stellte das Land Niedersachsen für das innovative Entwicklungsvorhaben aus Landes- und EU-Mitteln zur Verfügung. Insgesamt investierte die Karl Meyer Gruppe mehr als 5 Mio. Euro für die Realisierung des CFK Recycling Centers, das durch die 100%ige Tochterunternehmung, der CFK Valley Stade Recycling GmbH & Co. KG, betrieben wird. Der Prozess der Carbonfaser-Rückgewinnung ist ein optimiertes, weiterentwickeltes und mehrstufiges Pyrolyseverfahren, welches sämtliche CFK-Materialien wertbeständig recycelt. Zurückgewonnen wird eine qualitativ hochwertige Carbon-Kurzfaser, deren Zugfestigkeitseigenschaften der einer Neufaser entsprechen. Nur zweieinhalb Jahre nach der Inbetriebnahme der Pilotanlage auf dem Gelände der DOW in Stade und intensiver Entwicklungsarbeit steht nunmehr das CFK Recycling Center in Wischhafen an der Elbe. Mit der Kompetenz der Experten aus dem Leichtbaunetzwerk CFK Valley Stade e.V., allen voran dessen Vorstandsvorsitzendem Professor Axel Herrmann und den Recyclingspezialisten der Karl Meyer Unternehmensgruppe wurde 2007 ein Konzept zur nachhaltigen Verwertung von CFK-Abfällen erarbeitet. Im Sommer 2008 nahm der damalige niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche die Pilotanlage der CFK Valley Stade Recycling auf dem Gelände der Dow Deutschland Anlagengesellschaft in Stade in Betrieb (Siehe auch plasticker-News vom 19.8.2008). Kein Jahr später lobte der Niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander bereits die darin erzielten Versuchsergebnisse als Durchbruch im Bereich des nachhaltigen Recyclings von carbonfaserverstärkten Kunststoffen. Unterstützung erhielt das Wischhafener Unternehmen von einem Expertenteam der Dow Deutschland Anlagengesellschaft mbH Stade, deren Know-how im Anlagenengineering in die Entwicklung der CFK-Recyclinganlage einfloss. Die durch den Recyclingprozess zurückgewonnenen Carbon-Kurzfasern werden typischerweise im Bereich der Leichtbauindustrie als Verstärkungskomponente in Kunststoffteilen oder bei Spritzgussanwendungen eingesetzt. Die Produkte erreichen dabei eine außerordentliche Qualität, so dass sich neue Anwendungsfelder auch außerhalb der Leichtbauindustrie eröffnen. Zum Beispiel kann durch den Einsatz der Carbon-Kurzfasern bei Gehäusebauteilen elektrischer Geräte eine höhere Leitfähigkeit erzielt werden. Auch im Maschinenbau und in der Automobilindustrie erhofft sich das Unternehmen viele neue Anwendungsmöglichkeiten. Über die Karl Meyer Unternehmensgruppe Die Karl Meyer Unternehmensgruppe, mit Firmenstammsitz in Wischhafen an der Elbe, bietet das vollständige Leistungsspektrum an Umwelt- und Entsorgungsdienstleistungen rund um die Bereiche Abfallverwertung und -entsorgung, Transport und Logistik an. Darüber hinaus ist das Unternehmen in den Sparten Rohstoffhandel, Energiesysteme, Schifffahrt und Fortbildung tätig. Karl Meyer, vor mehr als sechs Jahrzehnten gegründet, beschäftigt heute nahezu 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in insgesamt 20 Firmen an 14 Standorten. Weitere Informationen: www.karl-meyer.de, www.niedersachsen.de, www.dow.com |
Karl Meyer AG, Wischhafen
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