| 08.06.2012, 06:03 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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KraussMaffei Berstorff bietet ab sofort mit dem Verfahren des Plasma-Pulver-Auftragsschweißens (PTA) zur Beschichtung der Stegoberkanten an gegenläufigen Doppelschnecken einen noch effizienteren Verschleißschutz für alle parallelen und konischen Doppelschneckenextruder an, teilt der Maschinenbauer mit. PTA-Beschichtung für minimalen Verschleiß und hohe Standzeiten „Mit dem Verfahren des Plasma-Pulver-Auftragsschweißens reduzieren wir den bei gegenläufigen Doppelschneckenextruder naturgemäß entstehenden adhäsiven Verschleiß auf ein Minimum und erhöhen somit die Maschinenstandzeiten enorm“, betont Dr. Liebhold, Geschäftsbereichsleiter KraussMaffei Berstorff. „Eine speziell für diese Applikation entwickelte Software ermöglicht dabei einen kontinuierlichen Schweißvorgang auch bei Steigungsänderungen der zu beschichtenden Stege sowie das Schweißen der Ausläufe in Abhängigkeit der gewählten Schneckengeometrie”, erläutert Dr. Liebhold. Die Anlage ist für die Bearbeitung von Schnecken im Durchmesserbereich von 43 – 184 mm ausgelegt. Gegenläufige Doppelschneckenextruder fördern – bedingt durch das Bewegungsprinzip – das Material nahezu ausschließlich in axialer Richtung in einem abgeschlossenen Kammersystem. Im Auskämm-Bereich der Schnecken entsteht durch die systembedingten Geschwindigkeits- und Druckverhältnisse ein Kalandereffekt mit Strömungsverhältnissen. Sowohl im Feststoff- als auch im Schmelzeförderbereich führt diese Kalanderströmung unter hohen Flächenpressungen zu adhäsiven Verschleißerscheinungen durch das Auseinanderdrücken der Schneckenwellen, die sich ausschließlich nur am Zylinder abstützen können. In Folge dieses Reibverschleiß-Mechanismus können im Produktionsbetrieb an Schnecken und Zylindern nachhaltige Beschädigungen auftreten, die teilweise bis zu einem vollständigen Versagen des Systems führen können. PTA-Beschichtung auf Molybdän-Basis für Standard-Anwendungen KraussMaffei Berstorff führt als standardmäßigen Verschleißschutz eine PTA-Beschichtung der Stegoberkanten an allen parallelen und konischen Doppelschnecken auf Molybdän-Basis durch. Optimierte Schweißprozeßparameter wie beispielsweise die Stromstärke in Abhängigkeit des Schnecken-Außendurchmessers und die maßgeschneiderte Zusammensetzung des Schweißpulvers stellen den weiteren Angaben zufolge die Herstellung einer nahezu rissfreien PTA-Molybdän-Auftragschweißung mit geringst möglicher Aufmischung besonders in den Randzonen des Schweißgebietes sicher. Die Maschinen seien somit gegen partielle Beschädigungen wie lokal eingegrenzte Ausbrüche optimal geschützt. Zusätzliche PTA-Beschichtung auf Wolframcarbid-Basis Zudem bietet KraussMaffei Berstorff eine PTA-hergestellte hochverschleißfeste Oberflächenbeschichtung für alle parallelen Doppelschneckenextruder mit Wolframcarbid-Verstärkung an. Wolframcarbid-Beschichtungen werden bei starkem Adhäsionsverschleiß eingesetzt, wie beispielsweise bei der Verarbeitung von Naturfaserverstärkten Kunststoffen zu Decking-Profilen. Die KraussMaffei Berstorff Doppelschneckenextruder zur WPC-Verarbeitung erreichen somit im Vergleich zu Maschinen in Standardausführung wesentlich erhöhte Standzeiten, die - abhängig von der Rezeptur und einem spezifikationsgerechtem Betrieb der Maschinen vorausgesetzt – zwischen 12.000-20.000 Betriebsstunden betragen können, heißt es weiter. Auch bei der Verwendung von PVC-Rezepturen mit hohen Füllstoffanteilen (bis zu 30 Teilen) und mittleren Füllstoff-Korngrößenverteilungen (größer 10μm) kommen zunehmend wolframcarbid-beschichtete Verfahrenseinheiten an KraussMaffei Berstorff Extrudern zum Einsatz. Weitere Informationen: www.kraussmaffei.com |
KraussMaffei Technologies GmbH, München
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