| 31.07.2012, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Ab 1. August 2012 ist die CE-Kennzeichnung technischer Dämmstoffe gesetzlich vorgeschrieben. Dann endet die Koexistenzphase, in der nationale durch europäische Normen ersetzt werden mussten. Für Hersteller bedeutet der Ablauf der Übergangsfrist, dass sie ab sofort nur noch technische Dämmstoffe vertreiben dürfen, die den europäischen Normen entsprechen und das CE-Zeichen tragen. Nachdem Armacell als nach eigenen Angaben erster Hersteller flexibler technischer Isolierungen bereits seit Anfang des Jahres CE-zertifizierte Produkte auf den Markt brachte, seien die Mehrzahl der führenden Hersteller nur wenige Monate später mit entsprechenden Zertifizierungen ihrer Werke gefolgt. Die CE-Kennzeichnung dient als Zeichen der Übereinstimmung der Produkte mit den Anforderungen der europäischen Bauproduktenrichtlinie bzw. der Bauproduktenverordnung. Das CE-Zeichen wird nach und nach viele nationale Zulassungen und Zertifikate wie die Zulassung für das Brandverhalten von flexiblen elastomeren Dämmstoffen und das damit verknüpfte Überwachungszeichen des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) ablösen. Nur im Falle spezieller Anforderungen und Anwendungen wird es weiterhin die Forderung nach nationalen Zulassungen geben. Das CE-Zeichen dient vorrangig dem freien Warenverkehr in Europa und der Einhaltung einheitlicher Standards. Auch wenn das CE-Zeichen kein Qualitätssiegel ist, hat es die europäische Dämmstoffindustrie doch voran gebracht. Mit der Verabschiedung europäischer Produktnormen wurde erstmals ein verbindlicher Rahmen für die wesentlichen Produkteigenschaften technischer Dämmstoffe wie Wärmeleitfähigkeit, Wasserdampfdiffusionswiderstand, Brandverhalten und Toleranzen geschaffen. Die hierdurch gewonnene Transparenz ermöglicht Planern, Händlern und Fachverarbeitern einen direkten und schnellen Vergleich der Produkte. Zudem schafft die CE-Kennzeichnung eine höhere Rechtssicherheit in der Planung und Verarbeitung technischer Dämmstoffe und sie wird laut Armacell den europaweiten Handel nachhaltig positiv beeinflussen. Europäische Brandklassifizierung Eine wichtige Neuerung ist die Ablösung der bisherigen nationalen Brandklassifizierungen, wie der deutschen Brandklassen B1und B2 und des spanischen M1 durch einheitliche europäische Brandklassen. Die neue Klassifizierung nutzt die bereits für andere Bauprodukte geltenden sieben Brandklassen A bis F. Für Rohrisolierungen wird die Klassifizierung um ein tief gestelltes „L“ (für „linear products“) erweitert. Neu sind auch die Angaben für Rauchbildung und brennendes Abtropfen, die mit „s“ (für „smoke“) und „d“ (für „droplets“) bezeichnet werden. Die Mehrzahl der Armaflex Produkte erreiche im europäischen Brandtest die Klasse B/BL-s3, d0. Nur das neue Armaflex Ultima biete eine deutlich geringere Rauchentwicklung und werde als BL-s1, d0 klassifiziert, der besten Brandklasse für flexible technische Dämmstoffe. Ende der Übergangsfrist Nachdem das Armacell-Werk in Münster, die weltweit größte Fertigungsstätte des Unternehmens, bereits im November 2011 zertifiziert wurde, schloss der Dämmstoffhersteller das CE-Kennzeichnungsverfahren für seine Elastomer- und Polyethylen-Dämmstoffe im Juli in allen europäischen Werken ab. Das Unternehmen weist darauf hin, dass Fachhändler noch nicht CE-gekennzeichnete Dämmstoffe, die vor dem 1. August 2012 erworben wurden, noch ein Jahr lang vertreiben dürfen. Das gelte auch für die Installation der Produkte. Darauf hatte sich die Arbeitsgruppe 16 des Technischen Komitees CEN/TC 88 verständigt. Eine technische Information zum „CE-Kennzeichen für Wärmedämmstoffe“ sowie ein Katalog mit häufig gestellten Fragen und entsprechenden Antworten rund um das Thema CE-Kennzeichnung finden Interessierte unter „Technische Informationen“ im Download-Bereich der Armacell Internetseite. Weitere Informationen: www.armacell.com |
Armacell GmbH, Münster
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